24. November 2021
Presse

VdK-Präsidentin: „Ampelkoalition scheint endlich Probleme im Gesundheitswesen anzupacken“

  • Lob für geplante Aufhebung der Hausärzte-Budgetierung und Senkung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel
  • Bentele: „Gesundheitsversorgung auf dem Land verbessern“
Symbolfoto: Ein Stethoskop
© imago/Science Photo Library

Im Koalitionsvertrag der künftigen Ampelregierung sieht der VdK viel Licht, aber auch Schatten. „In dem Vertrag werden viele gute Vorschläge gemacht und endlich Probleme im Gesundheitswesen angepackt“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele. So fänden sich einige langjährige Forderungen des VdK zur Verbesserung des Gesundheitswesens in dem Papier: etwa, dass die Budgetierung bei den Hausärzten abgeschafft werden soll. „Die Budgetierung verhindert immer wieder, dass Patienten das medizinisch Notwendige für ihre Behandlung erhalten“, so Bentele.

Dass eine grundlegende Reform des Zwei-Klassen-Systems von GKV und PKV im Vertrag wie auch schon im Sondierungspapier fehlt, obwohl dies bei zwei Parteien ein wichtiges Vorhaben im Wahlkampf war, bedauerte Bentele: „Für einen großen Wurf reicht es daher nicht.“ Die Koalition, so forderte Bentele, müsse dringend mehr auf die Bevölkerung hören. „Die Mehrheit im Land fordert seit Jahren eine Einbeziehung aller in das gesetzliche Versicherungssystem.“

Der VdK begrüßt die geplanten Schritte für eine bessere ärztliche Versorgung auf dem Land durch Angebote wie Gemeindeschwestern und Gesundheitslotsen sehr. Außerdem setzt die künftige Koalition auf die Gründung von kommunal getragenen medizinischen Versorgungszentren: „Wichtig bleibt, dass vor allem Ärzte mehr Anreize bekommen müssen, sich auf dem Land niederzulassen“, sagte Bentele.

Auch mit der Absenkung des Mehrwertsteuersatzes für Arzneimittel auf sieben Prozent wird im Vertrag eine langjährige Forderung des VdK aufgegriffen. Die Absenkung entlastet die Patienten, denn es gibt viele Arzneimittel, die ganz oder teilweise von den Patienten selbst bezahlt werden müssen. „Das ist gerade für Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen finanziell auf Dauer nicht zu schultern“, sagte Bentele.

Die künftige Ampelkoalition müsse nun den Beweis antreten, dass sie Verbesserungen im Gesundheitsbereich durchsetzen will, sagte Bentele und kündigt an: „Der VdK wird diesen Prozess im Sinne seiner Mitglieder genau beobachten und sich einbringen.“

Pressekontakt: Heike Vowinkel, Mobil: 0151 26163180, presse@vdk.de

Presse
Die langjährige Forderung des VdK nach einer Dynamisierung des Pflegegeldes wird laut Koalitionsvertrag endlich angepackt. Die Vorhaben müssen nun auch wirklich in Gesetze gepackt werden. | weiter
24.11.2021

Schlagworte Koalitionsvertrag | Ampelkoalition | GKV | Mehrwertsteuer | Arzneimittel

  • Presse-Kontakt
    Ihr Kontakt zur Abteilung Presse und Öffentlichkeitsarbeit des Sozialverbands VdK Deutschland mit Sitz in Berlin. Journalisten können sich hier in unseren Presseverteiler eintragen. | weiter
  • Presseinformationen
    Unsere Pressemitteilungen und Statements informieren bundesweit über Forderungen, Positionen, Ziele und Termine des Sozialverbands VdK. | weiter
  • Der VdK in den Medien
    Wer berichtet über den Sozialverband VdK? Zu welchen Themen äußern wir uns aktuell in Presse, Radio und TV? Hier finden Sie eine Auswahl aus unserem Pressespiegel. | weiter
    30.11.2021
  • VdK-Zeitung
    Mit einer Auflage von mehr als 1,7 Millionen Exemplaren gehört die VdK-Zeitung zu den größten Mitgliederzeitungen. VdK-Mitglieder erhalten sie zehnmal pro Jahr. | weiter
  • VdK-TV
    Im Videoportal des VdK finden Sie mehr als 100 Filme rund um die Themen Pflege, Gesundheit, Behinderung, Rente, Sozialrecht, Arbeitsmarkt und viele mehr! | weiter
  • Publikationen
    Der Sozialverband VdK bietet wechselnde Publikationen an, die Sie auf dieser Seite direkt online bestellen, in vielen Fällen auch kostenlos herunterladen können. Aktuell: Neuauflage des Pflegeratgebers "Pflege geht jeden an!" - kostenlos für Sie zum Download. | weiter
  • Pressefotos
    Journalisten finden hier Pressefotos in hoher Auflösung und eine Vita der VdK-Präsidentin zum Herunterladen. | weiter
  • Newsletter abonnieren
    Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Informationen zu Sozialpolitik und Sozialrecht. | weiter

Abteilung Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Sozialverband VdK Deutschland
Linienstraße 131
10115 Berlin
Telefon 030 9210580-400
Telefax 030 9210580-410
presse@vdk.de

Mitgliedschaft
Das Bild zeigt eine Frau an einem Tablet, auf welchem die Beitrittserklärung zum VdK geöffnet ist.
Es gibt viele gute Gründe für eine Mitgliedschaft im VdK - dem mit mehr als 2 Millionen Mitgliedern größten Sozialverband Deutschlands. | weiter

Datenschutzeinstellungen

Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Einige von ihnen sind notwendig, während andere uns helfen, unser Onlineangebot zu verbessern.

  • Notwendig
  • Externe Medien
Erweitert

Hier finden Sie eine Übersicht über alle verwendeten Cookies in externen Medien. Sie können Ihre Zustimmung für bestimmte Cookies auswählen.