29. November 2016
Gesundheit

Körperlich anstrengende Berufe machen am meisten krank

BKK-Gesundheitsreport 2016 mit interessanten Ergebnissen

Psychische Erkrankungen nehmen seit Jahren zu und sie werden oft mit der zunehmend stressbeladener Arbeit durch die Digitalisierung erklärt. Jedoch ergeben aktuelle Daten des BKK-Dachverbands, dass nachweisbar in Gesundheitsberufen Beschäftigte durch Fehltage wegen psychischer Störungen ausfallen.

Als Erklärung dient die erhebliche emotionale Belastung in diesen Berufen. Vergleichsweise wenig krank mit zwölf Tagen waren IT-Fachleute und gehören damit zur positiven Spitzengruppe beim Krankenstand, zu der auch noch die Angehörigen von Rechts-, Verwaltungs- und Medienberufen gehören.

Zu den negativen Spitzenreitern in Sachen krankheitsbedingte Ausfälle gehören mit 23 Fehltagen Reinigungskräfte, gefolgt von Verkehrs- und Logistikangestellten mit 22 Tagen sowie Arbeitnehmer in Sicherheitsberufen mit 20,5 Tagen. Nicht überraschend ist, dass grundsätzlich in körperlich belastenden Berufen wie etwa in der Fertigung häufiger zu Ausfällen wegen Muskel- und Skeletterkrankungen führen. Die Krankheitstage bei körperlich anstrengenden Berufen zeigen, dass eine Rente bis 67 oder bis 70 zumindest für die Berufsgruppen nicht in Frage kommt.

Im Durchschnitt mussten Berufstätige im Jahr 2015 16 Tage wegen Krankheit zu Hause bleiben. Der Krankenstand liegt bei 4,4 Prozent und ist im Vergleich gleich zum Jahr 2014 gleich geblieben. Leiharbeiter fehlten rund 1,7 Tage länger als regulär Beschäftigte, was mit der psychisch belastenden Situation als schlechter bezahlter, temporärer Mitarbeiter zu tun haben kann. Der BKK-Report wertet die Daten von 9,3 Millionen Versicherten, darunter 4,4 Millionen Arbeitnehmer aus.

Steffen Westermann

Schlagworte Fehltage | Statistik | Krankheit | Arbeitnehmer | psychische Erkrankungen | Stress | Krankenstand

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