VdK-Leitbild für Menschlichkeit

Klares Bekenntnis zu Grundgesetz, Sozialstaat und Werten


Die Folgen des Zweiten Weltkriegs waren der Grund für die Entstehung des Sozialverbands VdK. Neben weltweit mehr als 50 Millionen Toten erlitten auch Millionen von deutschen Soldaten schwere physische und psychische Schäden, unzählige Witwen und Waisen standen vor dem Nichts.

Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus bildeten die zentralen Ursachen dieser historischen Katastrophe. Das Profil des VdK war somit klar: Wir helfen Kriegsopfern, Kriegswitwen und Waisen sowie den damaligen Flüchtlingen. Wir unterstützen diese Menschen und sind mit ihnen solidarisch. Die Würde des
Menschen ist unantastbar.

Als Lehre aus dieser Zeit entstand unser Grundgesetz.


Und nicht nur das: Es ergibt sich zudem der historische Auftrag und die Verantwortung, die Wurzeln dieser Katastrophe – Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus – zu erkennen und deren Ausbreitung entgegenzuwirken. Das Grundgesetz definiert ein klares Menschenbild: Niemand darf wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Herkunft, Heimat und Sprache sowie seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Auch wegen einer Behinderung darf niemand Nachteile erleiden.

Anzeige "Es geht uns alle an: Wachsam sein für Menschlichkeit" vom 22.04.2018. | © VdK


Artikel 1 des Grundgesetzes besagt: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Würde bedeutet, nicht ausgeschlossen zu sein und nicht weniger Rechte und Teilhabe als andere zu genießen. Würde bedeutet auch Respekt, soziale Ordnung und Sicherheit. Viele Menschen sehen diese Werte bedroht. Es gibt soziale und kulturelle Entfremdungsprozesse, reale Zukunftsängste vor Altersarmut und vor einem sozialen Abstieg. Und es gibt den Wunsch nach ausreichender Bildung und Teilhabe für die Kinder sowie nach einer menschenwürdigen Pflege. Bei vielen Menschen wachsen das Gefühl der Ohnmacht und die Angst um die eigene Stellung in der heutigen Gesellschaft.

Die Ursachen sind für die Betroffenen oft nicht genau erkennbar.


Aus diesem Umstand wurde in der Vergangenheit und wird auch jetzt versucht, politisch Stimmung zu erzeugen und davon zu profitieren. In den vergangenen Jahrzehnten wurden immer wieder Ost und West, Alt und Jung, Deutsche und Menschen anderer Nationen sowie Kranke und Gesunde gegeneinander ausgespielt. Nationalismus und nationale Abschottung wird als Lösung angeboten. Wenn Demagogen ihr Weltbild in Vereinfachung präsentieren, dann braucht es Differenzierung und genaue Beobachtung. Wer Menschen aufgrund ihrer Herkunft
den Respekt versagt, sie wegen ihrer sozialen Situation oder Behinderungen verhöhnt und beschimpft, wer ihnen permanent belastende und kränkende Eigenschaften zuschreibt, der schiebt sie an den Rand der Gesellschaft.

Auszug aus unserer Satzung, §2


"Der Bundesverband hält es für seine Pflicht, durch Aufklärung seiner Mitglieder und der Öffentlichkeit gegen Gewalt, Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus jeder Art zu wirken, die freiheitlich demokratische Grundordnung zu verteidigen, alle Bemühungen zur Sicherung des Friedens zu unterstützen und für die Schaffung eines freiheitlichen und sozial gerechten Europas einzutreten."

Zur Satzung

Er spaltet unser Land. Hass ist nicht einfach da. Hass wird gemacht.


Wir stehen für eine menschliche Gesellschaft. Der VdK hat sich immer wieder dagegen gewehrt, dass Menschen gegeneinander ausgespielt werden – Sündenböcke können und konnten immer Emotionen mobilisieren und ansprechen. Aber genau dieses Ausspielen der Menschen gegeneinander verhindert den Blick auf gesamtgesellschaftliche, wirklich tragfähige Lösungen.

Wir stehen für eine menschliche Gesellschaft – für gute Arbeit und soziale Gerechtigkeit, für ein Land, in dem die Schwachen Schutz erfahren, und für Solidarität zwischen Jung und Alt, Arm und Reich, Gesunden und Kranken.

VdK-Leitbild zum Download:

Wofür wir stehen_ Unser Bild von Mensch und Gesellschaft.pdf (137,05 KB, PDF-Datei)

Schlagworte Menschenbild | Leitbild

Mitgliedschaft
Symbolfoto: Jemand füllt eine Beitrittserklärung zum VdK aus.
Über unser sicheres Online-Formular können Sie Informationen zur VdK-Mitgliedschaft anfordern - unverbindlich und kostenlos.
PUBLIKATION
Cover der Broschüre "Pflege geht jeden an. Angehörige selbst pflegen - ein Ratgeber"
Die kostenfreie Broschüre "Pflege geht jeden an" richtet sich an pflegende Angehörige oder solche, die es werden wollen. Lesen Sie unsere aktualisierte Broschüre mit den wichtigsten Tipps zur Pflege.

Datenschutzeinstellungen

Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Einige von ihnen sind notwendig, während andere uns helfen, unser Onlineangebot zu verbessern.

  • Notwendig
  • Externe Medien
Erweitert

Hier finden Sie eine Übersicht über alle verwendeten Cookies in externen Medien. Sie können Ihre Zustimmung für bestimmte Cookies auswählen.