29. Mai 2017

Endlich angstfrei ins Flugzeug steigen

Ablenkung und Entspannung können bei Aviophobie helfen

Jeden Sommer starten unzählige Menschen mit dem Flugzeug in ferne Urlaubsregionen. Während viele entspannt in den Ferienflieger steigen, beschleicht andere ein ungutes Gefühl. Sie haben Flugangst. Mit welchen Mitteln lässt sich diese überwinden?

Rund ein Drittel der Deutschen hat beim Fliegen ein ungutes Gefühl. Etwa jeder Siebte leidet unter Flugangst. | © imago/Udo Kröner

Statistisch gesehen ist das Flugzeug eines der sichersten Verkehrsmittel. Wenn ein Flieger aber doch mal abstürzt, wird umfassend darüber in den Medien berichtet. Dies kann bei manchen Flugangst auslösen oder diese bei bereits Betroffenen zusätzlich verstärken. Die Symptome der sogenannten Aviophobie können vielfältig sein. Sie reichen von Albträumen und Schlaflosigkeit bis zu Übelkeit, Herzrasen, Schweißausbrüchen, Schwindel, Kopfschmerzen oder Magen- und Darmkrämpfen – und das zuweilen schon Wochen vor dem Flugtermin.

Umfragen zufolge leiden rund 15 Prozent der Deutschen unter Flugangst, weitere knapp 20 Prozent fühlen sich auf Flügen zumindest unbehaglich. Verschiedene Maßnahmen können dabei helfen, den bevorstehenden Flug entspannter anzutreten. Dazu gehört beispielsweise die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema „Fliegen“. Experten raten dazu, Informationsdefizite zu beseitigen. Warum fliegt ein tonnenschweres Flugzeug überhaupt? Was geschieht eigentlich bei Turbulenzen?

Die Angst zu verdrängen und Flüge häufig zu vermeiden, ist nicht zielführend. Man verschlimmert dadurch eher seine Angst vor der nächsten Reise. Besser ist es, sich der Angst zu stellen und tatsächlich zu fliegen. Jeder Flug, bei dem nichts passiert, ist dann ein positives Erlebnis, das es zu speichern gilt.

Kein Alkohol vor dem Flug

Atmungs- und Entspannungsübungen wie tiefes Ein- und langsames Ausatmen oder das wechselnde An- und Entspannen verschiedener Muskelgruppen können zur Beruhigung beitragen. Des Weiteren sollte vor dem Flug etwas gegessen und ausreichend getrunken werden. Aber: keine schweren Speisen und keine koffein- und alkoholhaltigen Getränke. Letztere putschen nur zusätzlich auf. Ablenkung, zum Beispiel in Form von Büchern, Musikhören oder Fernsehen, ist auch ein viel genutztes Mittel, um auf andere Gedanken zu kommen.

Wer mit der engen Röhrenform von Flugzeugen ein Problem hat, also klaustrophobisch veranlagt ist, sollte besser einen Platz am Gang buchen. Empfehlenswert ist zudem, sich gegenüber den Flugbegleitern zu „outen“. Diese sind entsprechend geschult, können weitere Tipps geben und werden versuchen, den Flug für die betroffenen Passagiere möglichst angenehm zu gestalten.

Bleiben diese Maßnahmen wirkungslos, lässt sich die Aviophobie auch im Rahmen einer Verhaltenstherapie intensiv behandeln. Eine erfolgreiche Angstbewältigung versprechen zudem spezielle Flugangstseminare. Und nicht zuletzt kann ein Training im Flugsimulator Abhilfe schaffen. Damit der nächste Flug dann endlich angstfrei absolviert wird.

Mirko Besch

Schlagworte Aviophobie | Flugangst | Angst | Flugzeug | Fliegen | Tipps | Hilfe | Entspannungsübungen | Atemübungen

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