26. April 2017

Schmerzhafte Bläschen - Prävention und erste Hilfe bei Herpesinfektion

Sie tauchen oft wie aus heiterem Himmel auf: juckende und schmerzende Bläschen auf der Lippe. Im Volksmund heißen sie auch Fieberbläschen. Dahinter verbirgt sich eine Infektion mit Herpesviren.

Herpesviren können ein Leben lang im Verborgenen schlummern. | © imago/STPP

Lippenherpes (Herpes labialis) betrifft vorwiegend die Lippen und den Bereich um den Mund. Nase, Wangen, Ohren und Augen sind seltener betroffen. Auslöser ist das Herpes-simplex-Virus Typ 1 (HSV Typ 1). Die Bläschen können auch an anderen Stellen des Körpers auftreten. Hier ist das Herpes-simplex-Virus Typ 2 Verursacher.

So gut wie jeder hat sie

90 Prozent aller Menschen sind mit dem Virus Typ 1 bereits vor dem sechsten Lebensjahr unbemerkt in Kontakt gekommen. Meist geschieht das durch Haut- oder Speichelkontakt im Familienkreis. Daher sind bereits Antikörper im Blut vorhanden. Herpesviren werden beispielsweise durch Husten, Niesen, Küssen sowie Berühren infizierter Gegenstände, wie Türklinken oder Besteck, übertragen.

Meist schlummern die Viren im Körper, ohne dass sie sich bemerkbar machen. Die Immunabwehr hält sie bei gesunden Menschen in Schach. Doch ist diese durch Krankheit eingeschränkt, können die Viren aktiv werden. Auslöser von Lippenherpes können auch starke Sonne, Hormonschwankungen und Stress sein.
Lippenherpes kündigt sich durch Brennen und Kribbeln an, manchmal sind die Bläschen aber auch plötzlich über Nacht da. Sie dürfen nicht aufgekratzt werden, da die enthaltene Flüssigkeit Viren enthält, die sonst verbreitet werden.

In der Regel klingt die Infektion nach zwei Wochen von selbst wieder ab. Zwischenzeitlich können austrocknende Gele mit Zinksulfat helfen. Gele, Cremes und Tinkturen sollten mit einem Wattestäbchen aufgetragen werden, um einer Verbreitung des Virus durch Schmierinfektion vorzubeugen. Vor allen Dingen sollte das Virus nicht ins Auge gelangen, da dies schlimme Folgen für die Netzhaut haben kann. Bei einer schweren Infektion verordnet der Arzt antivirale Medikamente. Eine Impfung gibt es bisher nicht. Ein schwacher Trost: Lippenherpes nimmt mit zunehmendem Alter ab.

sko

Schlagworte Herpes | Infektion | Lippenherpes | Behandlung | Ursache | Prävention | Herpesinfektion

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