26. April 2017

Das Sandmännchen jetzt auch mit Gebärdensprache

Schöne Nachricht für gehörlose Kinder und Erwachsene: Seit April gibt es den Sandmann auch mit Gebärdensprache, allerdings nicht bei der herkömmlichen TV-Ausstrahlung. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) verbreitet die Gebärdenvideos über die Webseite www.sandmann.de, die Mediatheken von rbb und ARD sowie die Sandmann-Apps für Smartphone und Smart-TV.

Gebärdensprachdolmetscher Tom Käbisch und der Sandmann. | © Foto: rbb

Für die Produktion der Sandmännchen-Folgen mit Gebärde arbeitet der rbb mit dem Zentrum für Kultur und visuelle Kommunikation der Gehörlosen in Berlin & Brandenburg (ZfK) zusammen. Gehörlose Kinder und Jugendliche agieren als Gebärdensprachdolmetscher. Eingeblendet werden sie immer dann, wenn die Geschichte es erfordert. Steffen Helbing, Vorsitzender des Landesverbands der Gehörlosen Brandenburg e. V., sagt, der Sandmann mit Gebärde sei „ein wichtiger Schritt in Richtung einer aktiven Teilhabe über die Medien“, weil hier nicht nur die Zielgruppe gehörlos oder hörbehindert ist, sondern auch das Produktionsteam.

rbb-Intendantin Patricia Schlesinger betont: „Barrierefreie Angebote in allen seinen Programmen weiter auszubauen, ist eine vordringliche Aufgabe für den rbb.“ Sie weist darauf hin, dass schwerhörende und gehörlose Kleinkinder oft schon über Gebärde kommunizieren können, bevor sie lesen und schreiben lernen.

Dem Sandmann, der erstmals 1959 im DDR-Fernsehen lief, schauen jeden Abend 1,5 Millionen Menschen zu. Die kostenlose Smartphone-App ist laut rbb eine der erfolgreichsten Kinderapps der ARD.

hei

Schlagworte Sandmann | Sandmännchen | barrierefrei | gehörlos | Gebärdensprache | Kinderprogramm

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