27. März 2017

So wird das Geschirr richtig sauber

Spülmaschine braucht kalkarmes Wasser und die richtige Bedienung

Die Spülmaschine ist eine Errungenschaft, um die uns unsere Urgroßmütter sicher beneidet hätten. Was früher mühsam und stundenlang per Hand gespült werden musste, ist heute im Handumdrehen in dem Küchenhelfer verstaut: Geschirr, Gläser und Besteck, sogar Töpfe und Pfannen reinigt das Gerät wie von selbst, vorausgesetzt, man weiß es richtig zu bedienen.

© imago/Paul von Stroheim

Spülen mit der Maschine braucht im Durchschnitt 50 Prozent weniger Wasser und 28 Prozent weniger Energie als Handspülen, lautet das Ergebnis einer Vergleichsstudie der Universität Bonn. Für normal verschmutztes Geschirr ist es ausreichend, bei 50 Grad zu reinigen und das Eco-Programm zu wählen. Es ist das sparsamste, obwohl es am längsten braucht. Die Einsparungen werden vor allem durch niedrige Temperaturen und geringere Pumpenleistung erreicht. Es sind meist zusätzliche Einweichphasen eingebaut und die Trocknung erfolgt zunehmend durch Wärmetauscher oder Kondensation ohne laute Gebläsegeräusche und den Austritt heißer Schwaden.

Für ein gutes Spülergebnis braucht die Maschine weiches, kalkarmes Wasser. So entstehen keine Beläge auf dem Geschirr. Bei kalkhaltigem Wasser sollte ein Spezialsalz beigemischt werden. Eine falsch eingestellte Enthärtung erkennt man an weißen Flecken am Geschirr oder milchig trüben Gläsern. Probleme haben viele Reinigungs-Tabs auch mit Schnellprogrammen, weil die Tabs sich meist erst nach acht Minuten auflösen.

Doch auch auf das Einräumen kommt es an. Haushaltsexperten raten dazu, nicht alles wahllos in die Spülmaschine zu stecken: Holz kann aufquellen, Plastik spröde werden. Ob Küchenutensilien und Geschirr für den maschinellen Waschgang geeignet sind, erkennt man im Handel an einem entsprechenden Symbol. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass Platz für Zwischenräume bleibt, die Geschirrteile nicht aufeinander klappen. So kann das Wasser besser verteilt werden. Die Maschine sollte auch nur voll beladen angeschaltet werden. Reiniger, Klarspüler und Regeneriersalz verwendet man entsprechend der Herstellerempfehlung. Nach dem Befüllen mit Regeneriersalz muss unverzüglich ein Spülgang erfolgen. So wird erreicht, dass
übergelaufene Salzlösung sofort ausgespült wird und es nicht zu Korrosionsschäden am Spülbehälter kommt.

Der Spülraum ist in der Regel selbstreinigend, wenn auf die richtige Dosierung des Reinigers geachtet und regelmäßig einmal im Monat mit einer höheren Spültemperatur von mindestens 60 Grad gearbeitet wird. Die Temperaturen beziehen sich meist auf den Spülvorgang und sind beim Klarspülgang höher. Deshalb ist bei Gläsern Vorsicht geboten. Sie vertragen nur Temperaturen bis 45 Grad.

Generell gilt: Speise- und Soßenreste vor dem Beladen abkratzen. Sie landen nicht im Sieb für grobe Reste, sondern verschlicken und verunreinigen die Wassertasche. Diese dient als Wasserspeicher, aus dem die Maschine das Wasser zieht, das beim Spülen zirkuliert. Ist die Wassertasche verstopft, muss sie ausgetauscht werden. Eine verschmutzte Wassertasche ist auch der Grund, wenn die Maschine schlecht riecht.

Ines Klut

Schlagworte Spülmaschine | Tipps | Geschirr | Haushalt

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