31. Oktober 2016

Sturzprävention: Ein sicheres Gefühl im Badezimmer

Mit welchen Maßnahmen sich die Sturzgefahr reduzieren lässt

Draußen ist es kalt und neblig. Doch gerade im Herbst und Winter sehnt man sich besonders nach Wärme. Was liegt näher, als ein wohliges Entspannungsbad oder eine schöne warme Dusche zu nehmen.

Mit zunehmendem Alter wächst aber die Gefahr, zu stürzen. Um nicht auszurutschen oder zu fallen, sollten zur Sicherheit einige Vorsichtsmaßnahmen im Badezimmer getroffen werden. Stürze sind die Hauptursache für Verletzungen im Alter. Sie sind schmerzhaft und ziehen oft langwierige Aufenthalte in Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen nach sich. Daher sollte es gar nicht erst so weit kommen.

„Gerade im Badezimmer und am WC kann man mit kleinen Veränderungen schon viel für die eigene Sicherheit bewirken“, sagt Dr. Susanne Woelk, Geschäftsführerin der Aktion das sichere Haus, Deutsches Kuratorium für Sicherheit in Freizeit und Heim e. V. (DSH). So sollten beispielsweise Fußmatten im Bad eine rutschfeste Unterseite haben oder mit Gummiunterlegern gesichert werden. Ihre Oberfläche sollte angenehm sein. Wer versucht, auf Zehenspitzen wenig Berührung mit kalten Flächen zu haben, gefährdet sich selbst.

Spritzer von Duschgel oder Wasser auf dem Boden stellen ein Sturzrisiko dar und müssen entfernt werden. Wer ölhaltige Dusch- und Bademittel verwendet, sollte die Reste stets gut wegspülen.

Anti-Rutsch-Matten

Für die Dusche und die Badewanne gibt es Anti-Rutsch-Matten. Im Fachhandel sind auch Anti-Rutsch-Streifen erhältlich. Angeboten werden zudem sogenannte „Anti-Slip“-Emaillierungen. Dabei wird eine strukturierte Oberfläche in den Wannenboden eingebrannt.

Besondere Anti-Rutsch-Beschichtungen werden unter Umständen auch von der Pflegekasse bezahlt. Hier sollte man unbedingt vorher nachfragen, sonst bleibt man gegebenenfalls auf den Kosten sitzen. Für mehr Sicherheit in Dusche und Badewanne sorgen zudem ein Klappsitz sowie Haltestangen und -griffe. Damit man in der Wanne die Armaturen und die Handbrause auch im Sitzen erreicht, sollten sie beispielsweise auf dem Rand installiert werden. Mittels eines Badewannenlifts gelangt man sicher in die Wanne und wieder heraus.

Wer wackelig auf den Beinen ist, kann im gesamten Bad Haltegriffe anbringen, beispielsweise am WC und Waschbecken. Sie müssen so befestigt sein, dass man sich gut abstützen kann. Ohne Dübel und Schrauben lassen sich sogenannte Vakuum-Griffe montieren. Hier gibt es Modelle, die anzeigen, wenn der Griff sich lockert. Zudem sollten die Griffe qualitätsgeprüft sein. Das erkennt man am GS-Zeichen.

Wer sein Badezimmer barrierefrei renovieren will, kann sich bei seinem VdK-Landesverband über Beratungsmöglichkeiten informieren. Das betrifft besonders Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind. Hier berät der Sozialverband VdK auch dazu, welche Kosten von der Kranken- oder Pflegeversicherung gegebenenfalls übernommen werden können.


VdK-TV: Pflegebedürftigkeit vermeiden durch Sturzprävention

Häufige Auslöser oder Verstärker von Pflegebedürftigkeit sind Stürze. Es gibt aber Möglichkeiten, wie sich Stürze vermeiden lassen. Das Klinikum Höchst bietet für seine Patienten eine Anleitung zur Sturzprophylaxe an.

sko

Schlagworte Badezimmer | Sturzprävention | Sturzprophylaxe | Ausrutschen | Anti-Rutsch-Beschichtung | Tipps | Vorsichtsmaßnahmen | Alter

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