30. August 2016

Holzmöbel lackieren oder ölen: Tipps für Anfänger

Mit einem neuen Anstrich die Holzmöbel im Garten und am Haus pflegen und verschönern

Spröde und verblichene Garten- oder Terrassenmöbel? Höchste Zeit für einen frischen Anstrich! Doch bevor man den Pinsel schwingt, sollte man die Vor- und Nachteile der verschiedenen Anstrich-Systeme kennen.

© Imago/Westend61

Für den Holzanstrich bieten sich zwei Möglichkeiten an: auf Öl und Wachs oder auf Lack und Wasser basierende Farben und Lasuren, weiß Roman Wegner, Produktmanager Holzanstriche bei Osmo Holz und Color GmbH & Co. KG in Warendorf.

Anstrich mit Öl: Holz „atmet“

Wer das Holz ölt, erhält eine schützende, offenporige Oberfläche. „Das Holz kann nach dem Anstrich immer noch ‚atmen‘“, erklärt der Holzexperte. Die Vorteile: Das Holz ist von außen und innen geschützt, und die Schicht platzt nicht ab, wenn Feuchtigkeit eindringt. Zudem trocknet dieser Anstrich schon beim Auftragen, ist pflegeleicht und lässt sich einfach renovieren. Eine Bearbeitung mit Schleifpapier ist in der Regel nicht nötig, von Staub befreien genügt.

Heimwerker können ebenfalls zu Produkten auf Lack- und Wasserbasis greifen. Diese versiegeln das Holz mit einer Schicht, die einen guten Schutz vor Abrieb bietet. Der schützende Film ist jedoch nicht atmungsaktiv und trocknet langsamer. Pluspunkte: Das Anstrich-System lässt sich sparsamer verwenden als ölhaltige Produkte. Die Schicht macht das Holz ebenfalls widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit – allerdings nur, solange die Lackschicht intakt bleibt. Durch einen Kratzer oder eine Schramme kann Flüssigkeit in das Holz eindringen. Die Folge: Das Holz quillt, der Lack platzt ab. „Dagegen hilft nur, das Möbelstück neu zu streichen“, sagt Wegner.

So bereitet man das Möbelstück auf die Renovierung vor: Die Oberflächen sollten vor jedem Streichen sauber, trocken und fettfrei sein. Für das weitere Vorgehen ist der Zustand des alten Anstrichs zu überprüfen: Ist der Lack noch gut erhalten, genügt es, die Oberfläche mit feinem Schleifpapier zu behandeln. Der Schleifvorgang sorgt dafür, dass der Untergrund den Lack besser annimmt. Handlicher wird dieser Arbeitsschritt, wenn man das Schleifpapier um einen Schleifklotz wickelt. Danach den Holzstaub, der beim Schleifen entstanden ist, mit einem Tuch oder Lappen entfernen. Abgeplatzter Lack wird mit einem Spachtel komplett beseitigt, bevor die Holzflächen mit Schleifpapier angeraut werden. Ob sich der Altanstrich mit dem neuen Anstrich verträgt, testet man an einer unauffälligen Stelle.

Anschließend wird die Farbe oder Lasur mit einem Pinsel oder einem Lappen aufgetragen. In Räumen auf eine gute Belüftung achten. Bei Holzfassaden setzt der Experte auf einen Farbroller. „Bei Terrassendielen ist eine Fußbodenstreichbürste zu empfehlen. Diese lässt sich an einer Verlängerungsstange befestigen, was das Arbeiten bequemer macht.“ Da es für jede Holzstruktur verschiedene Anstriche gibt, ist eine Beratung im Fachhandel sinnvoll, rät der Spezialist.

Elisabeth Antritter

Schlagworte Holz | Holzmöbel | DIY | ölen | Holzanstrich | Streichen | Möbel | Handwerken | Do it yourself | Terrassenmöbel | Renovierung | lackieren

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