30. August 2016

„Wohl bekomm’s!“ entlang der Weinstraße

Im September beginnt in den 13 Weinanbaugebieten die Lese und Feste werden gefeiert

Einzigartige Landschaften, gemütliche Weinstuben, fröhliche Stimmung: Diese Mischung zieht viele Besucher jedes Jahr im Herbst zu den zahlreichen Weinfesten in eines der 13 Weinanbaugebiete Deutschlands. Egal ob zu Fuß oder per Rad, es lohnt sich, sich auf die Spuren des Weinbaus zu begeben und einfach zu genießen.

© imago/CHROMORANGE

Die Deutsche Weinstraße ist eine der ältesten touristischen Straßen in Deutschland und verläuft durch das Weinanbaugebiet in der Pfalz, dem nach Rheinhessen zweitgrößten in Deutschland. Die Route beginnt im Norden bei Bockenheim und endet nach etwa 85 Kilometern an der elsässischen Grenze in Schweigen. Auf dem etwa 100 Kilometer langen Wanderweg sowie dem Radweg „Deutsche Weinstraße“ kann man die Schönheiten des Landstrichs in Ruhe erkunden.

Mehr zu den Wanderwegen unter
www.deutsche-weinstrasse.de/wandern

Die Hauptlese beginnt meist Mitte September, spätreifende Sorten wie Riesling werden bis in die zweite Oktoberhälfte geerntet. Die Weinlese ist die beliebteste Zeit für einige Urlaubstage in einem Weinanbaugebiet. Wo noch oder wieder mit der Hand gelesen wird, kann man als Helfer dabei sein und auch einmal hinter die Kulissen eines Weinbaubetriebes blicken. Im Weinberg können Trauben genascht und zur Brotzeit Wein getrunken werden. Und am Abend, wenn das ganze Dorf nach gärendem Wein duftet, schmecken Federweißer und Speck- oder Zwiebelkuchen.

Ganz hervorragend lassen sich die Weinanbaugebiete auf dem Fahrrad erkunden. Hier bieten sich selbstverständlich Touren entlang der Flüsse an, die sich durch die meisten Regionen schlängeln. Die Touristeninformationen halten spezielle Radwanderkarten bereit, inklusive ausgearbeiteter Tourenvorschläge und Pauschalarrangements. Zur Rast laden die Straußwirtschaften ein. Hier bewirten Winzer ihre Gäste mit regionaltypischem Essen und schenken Wein aus eigenem Anbau aus.

Bis in den Oktober hinein finden zahlreiche Weinfeste statt. Die größten sind der Bad Dürkheimer Wurstmarkt im September, das Deutsche Weinlesefest in Neustadt, auf dem die Deutsche Weinkönigin gewählt wird, und das Fest der Federweißen in Landau (beide im Oktober). Für Fremde ungewohnt sind die Schoppengläser, aus denen bei den Weinfesten in der Pfalz getrunken wird: die „Dubbegläser“ (pfälzisch für „Tupfengläser“). Das sind 0,5-Liter-Gläser mit runden Vertiefungen an der Außenseite, um nicht abzurutschen.

Zum Thema

In Deutschland gibt es bundesweit mehr als ein Dutzend Weinanbaugebiete, in denen Qualitätswein erzeugt wird. Die Namen dieser Weinanbaugebiete sind von der Europäischen Union als geschützte Ursprungsbezeichnungen anerkannt. Das heißt, dass Weine, die den Namen der Region tragen, nicht nur zu 100 Prozent aus der Region stammen, sondern auch bestimmte Qualitätskriterien erfüllen müssen. Dazu gehört unter anderem, dass jeder dieser Weine eine Qualitätsweinprüfung durchlaufen und bestehen muss, was in einer Amtlichen Prüfnummer (AP-Nummer) auf jeder Flasche dokumentiert wird. Zudem muss die Qualitätsstufe auf dem Etikett mit angegeben sein.

Ines Klut

Schlagworte Wein | Weinstraße | Weinfeste | Freizeit | Radweg | Weinanbaugebiete | Fahrrad | Ausflug

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