30. August 2016

Pflegebedürftige: Schlechtere Zahngesundheit

Präventive und zahnärztliche Versorgung muss verbessert werden

Die Deutschen legen heute wesentlich mehr Wert auf Zahnpflege als noch vor 20 Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt die Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie.

Die Studie wurde von der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) in Auftrag gegeben. Erstmals wurde auch die Altersgruppe der 75- bis 100-Jährigen in die Befragung einbezogen.

Menschen mit Pflegebedarf haben demnach eine schlechtere Zahn- und Mundgesundheit als andere. Jeder zweite von ihnen hat keine eigenen Zähne mehr. Damit ist auch der Pflegeaufwand des Zahnersatzes größer. Doch fast 30 Prozent der Menschen mit Pflegebedarf können sich nicht mehr selbst um die Pflege ihrer Zähne und Zahnprothesen kümmern und benötigen Hilfe bei der täglichen Mundhygiene. 60 Prozent sind gar nicht mehr in der Lage, selbstständig einen Zahnarzt aufzusuchen.

Seit April 2014 können niedergelassene Zahnärzte pflegebedürftige Patienten vor Ort betreuen, wenn ein Kooperationsvertrag mit der Pflegeeinrichtung besteht. Laut KZBV soll es bisher mehr als 2700 solcher Verträge geben. Dies reiche aber noch nicht aus, um die zahnmedizinische Versorgung Pflegebedürftiger zu verbessern.

ikl

Schlagworte Zahngesundheit | Zähne | Pflegebedürftige | Studie | Bundeszahnärztekammer | Patienten

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