30. August 2016

Frühe Therapie kann Demenz verlangsamen

Fast 1,6 Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer Demenz, Tendenz steigend. In den meisten Fällen handelt es sich ursächlich um die Alzheimer-Erkrankung, bei der sich Eiweiße im Gehirn ablagern. Diese sogenannten Plaques blockieren die Nervenverbindungen und führen schließlich zum Absterben der Gehirnzellen.

© Imago/Westend61

Bisher ist es nicht möglich, Alzheimer zu stoppen. Allerdings können die Beschwerden der Demenz gelindert werden. Und bereits in einigen Jahren könnten Forscher Medikamente gefunden haben, die das Voranschreiten der Alzheimer-Krankheit aufhalten. „Es sieht hoffnungsvoll aus“, sagt Privatdozent Dr. Timo Grimmer, Leiter des Zentrums für kognitive Störungen und Rehabilitation der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München.

Die Früherkennung wird bei künftigen Therapien eine wichtige Rolle spielen. Ähnlich wie bei Diabetes oder Bluthochdruck könnten noch vor Auftreten der ersten Symptome die entscheidenden Weichen gestellt werden.

Grimmer rät, bereits jetzt möglichst früh einen Arzt aufzusuchen. Denn bei vielen Menschen wird die Krankheit erst erkannt, wenn sie schon weit fortgeschritten ist. Dabei wäre schon viel gewonnen, wenn Betroffene spätestens bei den ersten Anzeichen von Vergesslichkeit oder Wortfindungsstörungen medizinische Hilfe suchen würden. Mit Antidementiva lassen sich zwar die schädlichen Eiweißablagerungen nicht verhindern, aber die gesunden Gehirnzellen werden angeregt, die Funktionen der abgestorbenen oder erkrankten Zellen zu übernehmen, sodass die Beschwerden gelindert werden. „Das sind im Moment die besten Medikamente, die wir haben“, sagt Grimmer. Die zugrunde liegende Krankheit schreitet allerdings weiter voran. Weitere Arzneien, die schon in einem früheren Stadium ansetzen, befänden sich bereits in der Testphase.

ali

Schlagworte Demenz | Therapie | Medikamente

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