24. Februar 2016

Für die Gleichberechtigung ist noch viel zu tun

Der Sozialverband VdK ist eine starke Frauenorganisation und setzt wichtige sozialpolitische Akzente

Mehr als ein Jahrhundert nach dem ersten Internationalen Frauentag ist die Gleichberechtigung noch längst nicht überall angekommen. Und das, obwohl ohne Frauen nichts geht, sei es in der Familie oder in der Gesellschaft.

© Imago/Imagebroker

Sie bekommen und erziehen Kinder, sind berufstätig, engagieren sich ehrenamtlich und kümmern sich um pflegebedürftige Angehörige: Ohne den oft unentgeltlichen Einsatz von Frauen wäre das soziale Netz mancherorts schon sehr dünn geworden.

Im Sozialverband VdK sind Frauen schon immer ein starker und wichtiger Teil: als Mitglieder, als ehrenamtliche und als hauptamtliche Mitarbeiterinnen. Der VdK versteht sich als Interessenvertreter für Frauen. „Unsere sozialpolitischen Forderungen zu Rente, Gesundheit, Pflege, Arbeit und Soziales tragen deshalb häufig eine frauenpolitische Handschrift“, betont Carin E. Hinsinger, VdK-Vizepräsidentin und Vorsitzende der VdK-Bundesfrauenkonferenz. Ein großer sozialpolitischer Erfolg des VdK ist die Anhebung der Mütterrenten. Um durchschnittlich zehn Prozent sind die Frauenrenten gestiegen. 64.000 Seniorinnen haben durch die höhere Anrechnung von Kindererziehungszeiten seit Juli 2014 überhaupt erst Anspruch auf eine Rente.

„Es gibt noch viel zu tun, damit Frauen nicht mehr benachteiligt werden“, so Hinsinger. Ein Beispiel sei die ungleiche Bezahlung. Frauen verdienen im Schnitt rund 22 Prozent weniger als Männer. Diese Lohnlücke trifft insbesondere Frauen, die wegen Kindererziehung oder der Pflege eines Angehörigen den Job unterbrechen.

Von den derzeit über 2,6 Millionen pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden zwei Drittel von Angehörigen zu Hause versorgt, meist von Frauen. Ein Drittel der Frauen pflegt neben der Berufstätigkeit.

Zwar wurde die rentenrechtliche Bewertung für häusliche Pflege im Gesetz etwas verbessert, sie ist aber noch weit von einer notwendigen Gleichstellung mit Kindererziehungszeiten entfernt. „Pflegende Angehörige sind wertvolle Leistungsträger dieser Gesellschaft. Wenn sich eine Frau für die Pflege eines Angehörigen entscheidet, soll sie keine Angst haben müssen, in Altersarmut zu geraten“, so Carin E. Hinsinger.

ikl

Schlagworte Gleichberechtigung | Chancengleichheit | Frauen | Internationaler Frauentag | Müterrente

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