22. Oktober 2014

So hilft der VdK: "Der VdK hat mich in schwerer Zeit aufgefangen"

VdK-Mitglied aus Starnberg erhält mit Hilfe des Sozialverbands eine unbefristete Erwerbsminderungsrente

Wer dauerhaft nicht mehr arbeitsfähig ist, dem steht eine Erwerbsminderungsrente zu. Allerdings müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Bei Genowefa Rüsel aus Starnberg in Oberbayern wurde die Erwerbsminderungsrente zunächst abgelehnt. Doch dank der Hilfe des VdK-Kreisverbands Starnberg bekommt die 59-Jährige mittlerweile eine Erwerbsminderungsrente, die als Dauerrente gewährt wird, also nicht befristet ist. Mit Unterstützung des VdK gelang es, den Anspruch der Frau in einem Widerspruchsverfahren durchzusetzen.

In unserer Reihe "So hilft der VdK" berichten wir von echten Fällen aus unserer Rechtsberatung (Symbolfoto). | © Imago/McPHOTO

Starnbergs Kreisgeschäftsführer Andreas Konow war Sachbearbeiter für Genowefa Rüsel, die im Januar 60 Jahre alt wird. Er hat für die gesundheitlich stark angeschlagene Frau, die seit 1. Mai 2009 VdK-Mitglied ist, alle juristischen Möglichkeiten ausgeschöpft. Zunächst ging es auch um Krankengeld.

Wegen der körperlich schweren Arbeit in der Altenpflege, in der Genowefa Rüsel viele Jahre tätig war, haben sich bei ihr massive Wirbelsäulenbeschwerden und eine chronische Schmerzerkrankung entwickelt, so dass sie krankgeschrieben werden musste. "Als die zuständige Krankenkasse die Weitergewährung des Krankengeldes im Juni 2010 ablehnte, wandte sie sich an ihre VdK-Geschäftsstelle in Starnberg", berichtet Konow. Die Krankenkasse begründete die Einstellung des Krankengeldes damit, dass Zeiten, in denen sie vorher bereits krankgeschrieben war, auf die Bezugsdauer des Krankengeldes anzurechnen sind. Von der Starnberger VdK-Geschäftsstelle wurde dem widersprochen und mit ärztlichen Attesten belegt, dass es sich um eine andere Krankheit handelte, weshalb die Krankenkasse weiter Krankengeld zahlen musste.

Unhaltbarer Zustand

Doch Genowefa Rüsel blieb über die Bezugsdauer des Krankengeldes hinaus wegen der Wirbelsäulenbeschwerden und der chronischen Schmerzerkrankung weiter arbeitsunfähig. "Da sie weder in ihrem Beruf als Altenpflegerin noch in anderen Tätigkeiten des allgemeinen Arbeitsmarktes arbeiten konnte, beantragte sie am 23. Mai 2011 in der VdK-Geschäftsstelle in Starnberg eine Rente wegen Erwerbsminderung", schildert Konow den Fall weiter. Dieser Antrag sei mit Bescheid vom 19. August 2011 zunächst abgelehnt worden. Auch der dagegen erhobene Widerspruch habe keinen Erfolg gehabt, da die Rentenversicherung bei ihrer Auffassung geblieben sei, dass Frau Rüsel in ihrem Beruf und auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt noch mindestens sechs Stunden einsatzfähig ist. Für den VdK in Starnberg eine Auffassung, die man so nicht hinnehmen wollte. Am 1. Dezember 2011 wurde von der VdK-Geschäftsstelle in Starnberg beim Sozialgericht München Klage eingereicht.

"Im Rahmen des von der Rechtsabteilung der VdK-Bezirksgeschäftsstelle Oberbayern weiter vertretenen Verfahrens wurde vom Sozialgericht München ein Gutachten eingeholt, welches die von Frau Rüsel geltend gemachten Einschränkungen des Leistungsvermögens bestätigte, so dass die Rentenversicherung daraufhin die Rente wegen Erwerbsminderung gewähren musste", sagt Andreas Konow.

Die Rente wurde zunächst nur befristet bis zum 30. November 2014 bewilligt. Doch die VdK-Geschäftsstelle in Starnberg ließ nicht locker und beantragte die Weitergewährung der Rente. Und dann konnte Genowefa Rüsel endlich durchatmen: "Wegen der mit diesem Antrag eingereichten ärztlichen Unterlagen, denen zu entnehmen war, dass mit einer wesentlichen Besserung der Beschwerden und einer Rückkehr ins Berufsleben nicht mehr gerechnet werden kann, wurde die Rente inzwischen auch als Dauerrente weitergewährt", freut sich Konow.

Die gebürtige Polin, die 1988 nach Deutschland kam, ist nun froh, mit dem Behördenkram abschließen zu können. Sie ist dem VdK "unendlich dankbar". Vor allem die Anteilnahme und Fürsorge durch den VdK sei in dieser schweren Zeit, in der sie zusätzlich zu den vielen körperlichen Problemen auch noch psychisch stark anschlagen war, für sie sehr wichtig gewesen. "Der VdK hat alles für mich erledigt", betont sie. "Ich musste mich um nichts mehr kümmern und wurde vom VdK immer super über das Verfahren informiert." Sie sei froh, dass es einen Sozialverband wie den VdK gebe, die Mitarbeiter seien alle "sehr menschlich und hilfsbereit" gewesen. Rüsel: "Der VdK hat mich aufgefangen." Deshalb habe sie bei Bekannten und Freunden auch schon enorm Werbung für den VdK gemacht.

Mit knapp 60 Jahren fühle sie sich zwar sehr alt und krank, doch nun sei sie wenigstens die schlimmsten finanziellen Sorgen los.

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Petra Huschke

Schlagworte So hilft der VdK | Erwerbsminderung | Rechtsberatung | Erwerbsminderungsrente

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