25. November 2013

3. Dezember: Tag der Menschen mit Behinderung

Wer mit einem Handicap lebt, hat oft mit Vorurteilen und Barrieren im täglichen Leben zu kämpfen. Darauf macht der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung aufmerksam, der alljährlich am 3. Dezember stattfindet und in diesem Jahr unter dem Motto steht: "Nur mit uns – Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderung."

© Dieter Schütz / pixelio.de

"Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben müssen für Menschen mit Behinderung selbstverständlich sein", erklärt die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Ulrike Mascher. Das Ziel einer inklusiven Gesellschaft mit den gleichen Rechten und Möglichkeiten für alle Menschen ist noch lange nicht erreicht. Viele Barrieren müssen noch abgebaut werden. Das gilt beispielsweise für alle öffentlich zugänglichen Bereiche und Arbeitsstätten, für Bahnhöfe, Züge, Krankenhäuser, Arztpraxen und im Wohnungsbau.

Auch dürfe Behinderung kein Grund sein, vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen zu werden. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt sei für Menschen mit Behinderung aber ernüchternd, kritisiert die VdK-Präsidentin. Sie fordert mehr Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung. Arbeitgeber, die sich der Beschäftigungspflicht für Schwerbehinderte komplett entziehen, sollen eine erhöhte Ausgleichsabgabe zahlen.

"Behinderung darf niemanden ausgrenzen. Inklusion muss in Schule, Beruf und Alltag gelebt werden", so Ulrike Mascher. Die neue Bundesregierung sei in der Pflicht, konkrete Handlungsvorschläge zu erarbeiten, wie Inklusion in allen gesellschaftlichen Bereichen gewährleistet werden kann. Im Nationalen Aktionsplan zur UN-Behindertenrechtskonvention seien bisher nur allgemeine Ziele formuliert.

ikl

Schlagworte Menschen mit Behinderung | Barrieren | Tag der Menschen mit Behinderung | UN-Behindertenrechtskonvention | Arbeitsmarkt | Inklusion | Selbstbestimmung

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