Ein Leben auf der Überholspur

22 Jahre, davon 20 als Geschäftsführer, war Karl Bubenheimer für die Integra gGmbH, eine Tochtergesellschaft des VdK Berlin-Brandenburg, tätig. Nun verabschiedet er sich in den wohlverdienten Ruhestand. Auch wenn ihm das, gerade in Anbetracht der aktuellen Corona-Krise und deren Auswirkungen auf die Integra, nicht leichtfällt.

Das passende Geschenk für den passionierten Fußballspieler: Ein offizieller Spielball der Fußball-Bundesliga, überreicht durch den Landesvorsitzenden des VdK Berlin-Brandenburg, Ralf Bergmann (links). | © Ralf Bergmann

Integra-Geschäftsführer Karl Bubenheimer geht in den Ruhestand – Wir sagen Danke!

Als Karl Bubenheimer 1998 bei der Integra gGmbH einsteigt, steht diese kurz vor dem Insolvenzverfahren. Mit vielen innovativen Ideen und Tatendrang gelingt es ihm, die Integra binnen kürzester Zeit wieder in ruhigeres Fahrwasser zu leiten. Mit den beiden Dienstleistungsbereichen Partyausstattung und Reinigungsservice steht die Integrationsfirma mit circa 80 Beschäftigen, darunter 40 mit Behinderung, mittlerweile wirtschaftlich gut da, auch wenn sie aktuell, wie viele andere Unternehmen und soziale Einrichtungen, mit den Auswirkungen der Corona-Krise zu kämpfen hat.

Nach der existentiellen Krise Ende der Neunziger hat sich die Integra so gut entwickelt, dass „sie bekannt ist, wie ein bunter Hund“, wenn es um berufliche Inklusion geht, wie Bubenheimer immer zu sagen pflegte. Dass dies nicht nur leere Worthülsen sind, zeigt die Tatsache, dass Karl Bubenheimer stets als Experte bei Fragen zur beruflichen Inklusion angefragt wurde. Selbst Delegationen aus Japan, Peru, Südafrika und Palästina waren bei der Integrationsfirma schon zu Gast, um Anregungen und Tipps einzuholen. In all den Jahren erlebte man Karl Bubenheimer als sehr umtriebigen Geschäftsführer, der als großartiger Netzwerker immer das Wohl der Integra im Sinne hatte. Karl Bubenheimer trägt sein Herz am rechten Fleck. Mit seiner offenen und sympathischen Art überzeugte er Geschäftspartner*innen und Mitarbeiter*innen gleichermaßen von sich und seinen Ideen.

Die Corona-Pandemie verändert alles und so müssen sich auch Abschiedsfeiern den neuen Gegebenheiten anpassen. Dass der Spaß dabei dennoch nicht verloren geht, zeigten Bubenheimers Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihn mit einer bunten Konfettiparade Ende Mai gebührend verabschiedeten. Ralf Bergmann, Landesvorsitzender des Sozialverbands VdK Berlin-Brandenburg, dankte Bubenheimer persönlich für die langjährige, engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit: „Er wird eine große Lücke nicht nur bei der Integra, sondern auch beim VdK hinterlassen“.

Dass ihm im Ruhestand langweilig wird, davor hat der passionierte Fußballspieler keine Angst, im Gegenteil. Bubenheimer freut sich auf die ruhigeren Zeiten, die vor ihm liegen. „Als Geschäftsführer arbeitet man ständig auf der Überholspur und ich merke schon, dass es Zeit wurde etwas zurückzuschalten.“ „Es war eine tolle Zeit bei der Integra. Ich habe viel dafür getan und habe viel zurückbekommen, mit dem Unternehmen bin ich auch selbst gewachsen.“

Dörte Gastmann

Schlagworte Integra gGmbH

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