Ehrenamtliche Richter*in

Ehrenamtliche Richter*innen sind juristische Laien, die als Beisitzer*innen in den mündlichen Verhandlungen des Sozialgerichts mitwirken. Sie unterstützen die Berufsrichter*innen mit ihrer Sachkenntnis und Lebenserfahrung bei den Entscheidungen, damit diese möglichst praxisnah erfolgen.

Für das Amt kann man nur durch eine vorschlagberechtigte Stelle, wie dem Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg e. V. vorschlagen werden.

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Was sind die konkreten Aufgaben als ehrenamtliche*r Richter*in

Als ehrenamtliche*r Richter*in bringen Sie Ihre Erfahrungen, Kenntnisse und Wertungen aus dem täglichen Leben in die Verhandlungen ein. Sie haben dort die gleichen Rechte wie die Berufsrichter*innen, die die Verhandlung leiten: Sie können Fragen stellen, das Wort ergreifen und sind an der Beratung und Abstimmung gleichberechtigt beteiligt.

Im Amt sind Sie zu Verschwiegenheit und Neutralität verpflichtet. Für die Rechtsfindung sind Sie weisungsfrei und zu absoluter Neutralität verpflichtet. Sie werden vom Sozialverband VdK vorgeschlagen, vertreten ihn aber in keiner Weise, da das Prinzip der Unbefangenheit des Richteramtes hier gewährleistet werden muss. Darüber hinaus müssen Sie Ihr Amt offiziell antreten, zu den Verhandlungen pünktlich erscheinen und Termine zeitnah absagen, sollte Ihnen die Teilnahme an den notwendigen Abstimmungen unter keinen Umständen möglich sein.

Was müssen Sie für die Tätigkeit als ehrenamtliche*r Richter*in mitbringen?

Besondere Kenntnisse müssen Sie keine mitbringen. Ein allgemeines Interesse am Sozialrecht und den umfangreichen Regelungen ist sinnvoll, ebenso wie die Fähigkeit zum Zuhören.

Als ehrenamtliche*r Richter*in verpflichten Sie sich für eine fünfjährige Amtszeit. Formale Voraussetzungen sind die deutsche Staatsbürgerschaft und das vollendete 25. Lebensjahr. Ihr Wohnsitz oder Ihre gewerbliche/berufliche Niederlassung liegen innerhalb Ihres angestrebten Sozialgerichtsbezirks. Außerdem dürfen Sie nicht von Gesetzes wegen vom Amt ausgeschlossen sein.

Was können Sie als ehrenamtliche*r Richter*in erwarten?

Sie erwartet eine interessante und herausfordernde Tätigkeit. In den Verhandlungen treffen Sie auf viele verschiedene Menschen und bekommen oftmals Einblicke in das Schicksal von Menschen.
Das Sozialgericht zahlt Auslagenersatz (Fahrtkostenersatz, Entschädigung für Aufwand, Ersatz für sonstige Aufwendungen, Entschädigung für Zeitversäumnis).

Wie unterstützt Sie der VdK bei der Tätigkeit als ehrenamtliche*r Richter*in?

Sie bekommen Unterstützung von unseren Jurist*innen in allen sozialrechtlichen Fragen, sowie eine Reihe von Schulungen, die für die Arbeit wichtig sind. Außerdem bieten wir regelmäßigen Treffen für den gegenseitigen Austausch mit anderen ehrenamtlichen Richter*innen.

Ihre nächsten Schritte

Wenn Sie Interesse oder weitere Fragen haben, setzen Sie sich mit unserer Koordinatorin für das Ehrenamt, Dagmar Wehle, in Kontakt. Auch wenn die kommende Amtszeit regulär erst im Jahr 2023 startet, können Sie sich gern jederzeit bei uns melden, da öfter Nachrücker*innen gesucht werden.

Kontakt Ehrenamt:

Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg e. V.
Ehrenamtskoordination
Dagmar Wehle

Telefon 030/ 86 49 10-830
Telefax 030/ 86 49 10-520
dagmar.wehle@vdk.de

Voraussetzungen für die Tätigkeit als ehrenamtliche*r Richter*in

regelmäßig, 5 Jahre

notwendig

Gute Deutschkenntnisse, andere Sprachen willkommen

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