3. Juli 2023

Sie hat viel bewegt und vorangebracht

Nach vier Jahren erfolgreicher Tätigkeit beim VdK Berlin-Brandenburg verlässt Geschäftsführerin Silvana Radicione den Landesverband Ende August. Wir werfen einen Blick zurück auf vier Jahre gelungener und wirkungsvoller Amtszeit.

Portrait der Geschäftsführerin Silvana Radicione
© Peter Himsel

Am 1. Juli 2019 übernahm Silvana Radicione die Geschäftsführung des Sozialverbands VdK Berlin-Brandenburg. Als diplomierte Sozialwissenschaftlerin mit rund 30 Jahren Erfahrung im Management und der Führung sozialwirtschaftlicher Unternehmen unter anderem bei den Berliner Blindenwohnstätten, in der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales sowie langjährig bei den Johannitern in Führungs- und Vorstandsfunktion brachte sie eine Fülle an Fachwissen und Kompetenz mit.

Beachtliche Erfolge

Da Projektarbeit ihre Leidenschaft ist und sie gerne an den Themen Strategie, Aufbau und Entwicklung arbeitet, kam sie für den VdK Berlin-Brandenburg genau zur richtigen Zeit als Geschäftsführerin eines Verbandes mit Wachstumspotential in zwei Bundesländern. Schnell fühlte sie sich mit dem VdK verbunden und setzte sich mit großer Leidenschaft für die Anliegen des Verbands ein. In ihrer Zeit beim VdK Berlin-Brandenburg konnte sie beachtliche Erfolge erzielen. Zu Beginn ihrer Amtszeit führte sie eine Mitgliedsbeitragserhöhung ein, um die wirtschaftliche Basis des Verbands zu stärken. Während ihrer Zeit stiegen die Mitgliederzahlen weiterhin kontinuierlich an. Voraussichtlich im Juli wird der VdK Berlin-Brandenburg sein 30.000 Mitglied begrüßen.

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt ihrer Arbeit lag in der Stärkung und Professionalisierung des Personal- und Finanzwesens. Gemeinsam mit ihrem Team setzte sie eine Entgeltordnung für den Landesverband und dessen 100-prozentige Tochtergesellschaft, die Sozialrechtsschutz gGmbH (SR), um, schloss einen finalen Tarifvertrag für die weitere alleinige Tochtergesellschaft Kinder.Diagnostik.Therapie (Ki.D.T. gGmbH) ab und implementierte ein neues Controllingsystem sowie eine neue Finanzbuchhaltungssoftware. Zudem arbeitete sie intensiv am Bewerber-Recruiting, um qualifiziertes Personal für den Landesverband zu gewinnen.

Auch die umfängliche Reform der Satzung und damit verbunden die Erhöhung der Entgeltsätze für die Verfahren der SR gGmbH erfolgte unter ihrer Ägide. Hierbei stand immer im Vordergrund, dass die Entgelte in einem vertretbaren Rahmen angehoben wurden, um so weiterhin den Mitgliedern eine gute und bezahlbare Rechtsberatung und -vertretung anbieten zu können. Daneben führte sie erfolgreiche Kassenverhandlungen durch sowie umfängliche Sanierungsmaßnahmen in den Kinder- und Jugendambulanzen in Lichtenberg/Hohenschönhausen und in Charlottenburg/Wilmersdorf.

Herausfordernde Zeiten

Eine besondere Herausforderung während ihrer Amtszeit war das Krisenmanagement während der Corona-Pandemie. „In dieser schweren Zeit hat sie die Ruhe und Übersicht behalten und kompetent auf die täglichen Herausforderungen reagiert“, sagt der Landesvorsitzende des VdK Berlin-Brandenburg, Ralf Bergmann. Hier lag der Fokus vor allem auf dem Personalmanagement, dem Umgang mit Ängsten und Sorgen der Mitarbeitenden sowie der Weiterentwicklung der Digitalisierung. Radicione unterstützte das Ehrenamt bei der Durchführung von Beschlüssen, Verfahren und Videokonferenzen und sorgte dafür, dass niemand aufgrund der Krise seinen Arbeitsplatz verlor. Eine weitere Herausforderung war die Neubesetzung von Führungspositionen aufgrund altersbedingter Fluktuationen. „Frau Radicione meisterte diese Aufgabe sehr erfolgreich und trug maßgeblich zur wirtschaftlichen, aber auch personellen Stabilität des Verbandes bei“, ergänzt Bergmann.

Silvana Radicione wurde mit ihrer herzlichen und emphatischen Art von allen Mitarbeitenden sehr geschätzt. Bei Veranstaltungen – egal ob Sommerfest, Empfang oder Demonstration – traf sie immer den richtigen Ton und schaffte es, das Publikum für sich zu begeistern. Darüber hinaus war sie eine gute Netzwerkerin, die es verstand, den Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg gut zu repräsentieren und noch bekannter zu machen.
Radicione mochte die Vielseitigkeit ihrer Arbeit. Sie war nicht nur Geschäftsführerin des Landesverbands, sondern auch der beiden Tochtergesellschaften SR gGmbH und Ki.D.T. gGmbH. „Mir macht vor allem die Arbeit mit den Menschen hier Spaß. Sich für die Lösung sozialer Probleme einzusetzen und betroffenen Menschen direkt helfen zu können – und dies sowohl über das Ehrenamt als auch über das Hauptamt – das ist eine tolle Sache.“

Zukunftspläne

Als Zukunftsaufgaben des Landesverbands sieht die ehemalige Landesgeschäftsführerin die weitere Digitalisierung in allen Bereichen, die Stärkung des Ehrenamtes sowie die Schaffung von mobilen Möglichkeiten der Sozialrechtsberatung. „Zudem ist es wichtig, gezieltes, gesundes Wachstum in einem Verband zu erzielen, der sich seiner Kernaufgabe, der Sozialrechtsberatung, sehr wohl bewusst ist, aber auch die Stärken der breiten Aufstellung im Gesundheitsbereich und der Kinder- und Jugendhilfe nutzt“, betont Radicione.

Ihrem Nachfolger wünscht sie einen guten Einstieg in den Verband mit vielen interessanten Aufgaben und tollen Menschen. Nach 30 Jahren Projektarbeit in leitenden Funktionen, in denen sie sehr viel Change-, Personal- und Krisenmanagement leistete, freut sie sich nun auf etwas mehr Zeit für Privates, ist aber auch offen für neue Herausforderungen und Aufgaben. Für die Zukunft wünschen wir ihr alles Gute und bedanken uns für die gemeinsame Zeit.

Am 3. Juli tritt Rainer Oetting die Nachfolge als Geschäftsführer des VdK Berlin-Brandenburg an. Bis zum 31. August werden Radicione und Oetting gemeinsam die Landesgeschäfte führen. Ab dem 1. September übernimmt Rainer Oetting dann die alleinige Geschäftsführung. In der kommenden Ausgabe werden wir ihn in einem ausführlichen Interview vorstellen.

Lea Hanke

Schlagworte Geschäftsführung | Nachfolger | Wechsel

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