Strategie ohne Logistik

Anfang Januar dieses Jahres richtete der Vorstandsvorsitzende des VdK Berlin-Brandenburg, Ralf Bergmann, mittels eines Briefes einen dringenden Appell an das zuständige Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz in Potsdam, die nationale Impfstrategie zur Bekämpfung der Corona-Pandemie im Land Brandenburg zügig und barrierefrei umzusetzen.

Die Bundesregierung beschloss Anfang Januar in Zusammenarbeit mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder eine weitere Verschärfung der Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Auch in Brandenburg bleiben wenigstens den Januar über die meisten Geschäfte, Restaurants und Schulen geschlossen. Ebenfalls wurden Beschränkungen der Bewegungsfreiheit und der Kontakte angeordnet. Diese Maßnahmen dienen dem Schutz des Gesundheitssystems und vor allem dem Schutz der Menschen vor Ansteckung.

Eine noch erfolgversprechendere Maßnahme ist aber die Umsetzung der nationalen Impfstrategie. Auch im Land Brandenburg wurde mit den Impfungen in Pflegeheimen begonnen. Außerdem ist seit dem 04. Januar 2021 eine Hotline unter der 116117 geschaltet, bei der zunächst die Hochrisikogruppe der 80-jährigen und über 80-jährigen Personen Impftermine vereinbaren können. So viel zur Theorie.

Die Praxis stellte sich in den ersten Januarwochen jedoch anders dar. Hochbetagte Personen mussten sich durch mehrere Bandansagen mittels der Tasten ihres Telefons arbeiten, um dann schließlich ihre fünfstellige Postleitzahl einzugeben. Einmal abgesehen davon, dass dies für zum Beispiel schwerhörige Menschen, Menschen mit Tremor und nicht technikaffine Menschen eine große Herausforderung ist, waren die Leitungen so überlastet, dass auch über Tage hinweg die zuständigen Callcenter nicht zu erreichen waren. Wurde diese Hürde genommen, folgte die nächste. Über 80-jährige Risikopatienten müssen nun den Weg zu einem der beiden zuerst geöffneten Impfzentren, Potsdam beziehungsweise Cottbus, antreten.

„Barrierefrei geht anders!“, so Henrike Weber, Sozialpolitische Referentin des VdK Berlin-Brandenburg. Das ist auch insoweit dramatisch, da erst 436 der derzeit nach Alter priorisierten und impfberechtigten Personen geimpft waren (Stand 07.01.2021, Statistik des RKI). Das war und ist ein gerade für unsere älteren Mitglieder im ländlichen Brandenburg ein nicht tragbarer Zustand. „Denn es geht um Menschenleben und uns läuft auch im Angesicht drohender Mutationen die Zeit davon!“, so Ralf Bergmann.

Henrike Weber

Schlagworte Impfstrategie | Corona-Krise

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