VdK Berlin-Brandenburg feierte sein 70-jähriges Bestehen im Roten Rathaus von Berlin

Am 7. Dezember lud der VdK Berlin-Brandenburg zahlreiche Gäste, darunter die Regierende Bürgermeisterin von Berlin, Franziska Giffey, Staatssekretärin Dr. Friederike Haase, Bevollmächtigte des Landes Brandenburg beim Bund, Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland e.V. sowie zahlreiche Ehrenamtliche, Wegbegleiter und Kooperationspartner ins Rote Rathaus von Berlin. Gemeinsam blickte man auf 70 Jahre erfolgreiche Verbandsgeschichte.

Die Regierende Bürgermeisterin von Berlin übergibt dem Landesvorsitzenden einen Berliner Bären aus der Gründungszeit des Landesverbands. | © P. Kalisch

Festlich und imposant, so präsentierte sich das Rote Rathaus den anwesenden Gästen der Jubiläumsveranstaltung des VdK Berlin-Brandenburg – ein gebührender Rahmen, um so einen runden Geburtstag zu feiern. Die Gäste erwartete an diesem Tag ein volles Programm.

In seiner Eröffnungsrede nahm der Landesvorsitzende Ralf Bergmann die anwesenden Gäste mit auf eine kleine Zeitreise durch die 70-jährige Landesverbandsgeschichte. Die bewegte Verbandsgeschichte war an diesem Tag für alle Gäste nah- und spürbar. Angefangen von den Aufgaben des VdK in den Anfangsjahren im Bereich der Kriegsopferversorgung, über die 70er und 80er Jahre als sich der VdK Berlin-Brandenburg von einem reinen Kriegsopferverband hin zu einem „sozialen Mischverband“ entwickelte, der sich vor allem im Bereich der Behinderten- und Altenpflege zusehends profilieren konnte. „Heute, 70 Jahre später, ist der VdK Berlin-Brandenburg ein starker sozialpolitischer Akteur, der mit seinen Tochtergesellschaften und zahlreichen Beratungs- und Hilfsangeboten ein breites Spektrum an sozialen Dienstleistungen in den Bereichen Pflege, Kinder- und Jugendhilfe, Mobilitätshilfe sowie Teilhabe für Ältere und Menschen mit Behinderungen abdeckt“, so Bergmann.

Eine besondere Anerkennung für die gute Arbeit des VdK Berlin-Brandenburg wurde durch die Anwesenheit der Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey deutlich. In ihrer Rede richtete sie den Blick vor allem auf die aktuelle politische Lage und würdigte ebenso das Engagement der Ehrenamtlichen, die für ihre ehrenamtlichen Aufgaben viel private Zeit opfern.

Ralf Bergmann dankte der Staatssekretärin Dr. Friederike Haase, Bevollmächtigte des Landes Brandenburg beim Bund, für Ihr Grußwort. | © P. Kalisch

Die Staatssekretärin Dr. Friederike Haase, Bevollmächtigte des Landes Brandenburg beim Bund, lobte den VdK als verlässliche Anlaufstelle. „Der VdK ist ein Netz, dass Brücken baut und belastbar ist“, so die Staatssekretärin.

Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, lobte die Arbeit des VdK Berlin-Brandenburg sowie das dynamische Wachstum. „In den 80er Jahren verzeichnete der VdK Berlin-Brandenburg 3.400 Mitglieder, heute sind es über 28.000“, so Bentele.

Neben den politischen Reden gab es auch Stimmen aus dem Ehrenamt, die an diesem Tag zu Wort kamen. In einem Interviewgespräch berichtete Klaus Duwe, Vorsitzender des Kreisverbands Havelland, von seiner langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit beim VdK Berlin-Brandenburg.

Sigrid Parschauer konnte als Mitglied des Vorstands und ehemalige langjährige Leiterin der Verwaltung so einiges über die rasante Entwicklung des Landesverbands berichten. Der Erfolg, so Parschauer, läge vor allem in der umfassen Projektarbeit und den Tochtergesellschaften, die verstärkt im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe tätig sind. Das habe den VdK Berlin-Brandenburg so stark gemacht.

Ein besonderes Highlight war die Prämierung des Fotowettbewerbs, den der VdK Berlin-Brandenburg anlässlich seines Jubiläumsjahres ausrief. Mitglieder und Nicht-Mitglieder waren aufgerufen, Barrieren des Alltags zu dokumentieren und an den VdK zu schicken. Unter den zahlreichen Einsendungen wurde Yusuf Karacan, der mit seinem Bild den sehr aufwendigen bürokratischen Weg zur Beantragung des Entlastungsbetrags nachzeichnete – gerade für Demenzkranke –, als Gewinner gekürt.

Die sehr aufwendige Beantragung des Entlastungsbetrags ist für viele Demenzkranke eine große Belastung. | © Y. Karacan

Für die Jury war das Bild ein „Herzensöffner“. „Das Bild macht auf eindrückliche Weise auf zwei Probleme aufmerksam“, so die Sozialpolitische Referentin des VdK Berlin-Brandenburg, Henrike Weber, die Teil der Jury war. „Zum einen zeigt es ein gesundheitliches Problem, dass in den kommenden Jahren immer größere Teile unserer alternden Gesellschaft betreffen wird und zum anderen zeigt es die hohen bürokratischen Hürden bei der Beantragung von Unterstützungsleistungen, mit denen insbesondere Demenzkranke oft alleingelassen und überfordert sind“, so Weber. Zukünftig wolle sich der Verband noch stärker für eine Entbürokratisierung der Verwaltung stark machen.

Am Ende der Festveranstaltung erhob der Landesvorsitzende Ralf Bergmann das Glas: „Das, was wir bisher gemeinsam erreicht haben, wollen wir heute hier gebührend feiern. Lassen Sie uns anstoßen auf viele weitere erfolgreiche Jahre als starker sozialpolitischer Akteur hier in Berlin und auch in Brandenburg.“

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