Landesbehindertenbeirat – ein wichtiges Bündnis

Menschen mit Behinderung sind Teil unserer Gesellschaft. Dennoch werden ihre Belange in vielen Bereichen nicht mitgedacht. Umso wichtiger ist es daher, politische Bündnisse zu etablieren und zu stärken, die die Interessen von Menschen mit Behinderung wahren und auf die politische Agenda bringen. Eines dieser wichtigen Bündnisse ist der Landesbeirat für Menschen mit Behinderung, in dem der VdK Berlin-Brandenburg seit Beginn vertreten ist.

Die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung ist kein Sonderrecht, sondern ein unteilbares Grund- und Menschenrecht. | © VdK Deutschland

Zwei Schwerpunkte: die Verbesserung des Berliner Mobilitätsgesetzes und digitale Barrierefreiheit

Obwohl die UN-Behindertenrechtskonvention bereits im März 2009 in Deutschland in Kraft trat und somit die Durchsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderung gesetzlich verankert wurde, stoßen Menschen mit Behinderung immer noch auf Barrieren. Ihre Belange nehmen noch immer keinen gleichberechtigten Stellenwert ein.

Umso wichtiger sind daher außerparlamentarische Bündnisse, Selbsthilfeorganisationen und Verbände wie der VdK, die sich für die Belange und Rechte von Menschen mit Behinderung einsetzen. Fakt ist, die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung ist kein Sonderrecht, sondern ein unteilbares Grund- und Menschenrecht. Dies sollte eine Selbstverständlichkeit sein, ist es bislang aber noch nicht. Und hier setzt der Landesbehindertenbeirat an. Ziel ist es, die Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderung im Land Berlin zu verbessern und deren gleichberechtigte Teilhabe zu fördern.

Im Berliner Landesbehindertenbeirat sind neben dem VdK Berlin-Brandenburg, der als größte Organisation von Anfang an dabei ist, 14 weitere stimmberechtigte Selbsthilfeorganisationen sowie neun nicht stimmberechtigte Mitglieder vertreten. Die Mitglieder des Landesbehindertenbeirats beraten und unterstützen die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung in allen Fragen, die die Belange von Menschen mit Behinderung betreffen. Mit der neuen Amtsperiode im Mai dieses Jahres wurde mit Hans-Werner Hofmann ein neuer VdK-Vertreter für den Landesbehindertenbeirat gefunden. Er löste damit den ehemaligen Geschäftsführer des VdK Berlin-Brandenburg, Klaus Sprenger, ab.

Schwerpunktmäßig arbeitet der Landesbehindertenbeirat an der weiteren Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, insbesondere an der Verbesserung des Berliner Mobilitätsgesetzes für Menschen mit Behinderung sowie an der digitalen Barrierefreiheit. Die erarbeiteten Vorschläge sind zwar nicht rechtsverbindlich, sie werden aber an die zuständigen Senatsverwaltungen, das Abgeordnetenhaus und andere Dienststellen bzw. Einrichtungen weitergeleitet.

Am politischen Meinungsbildungsprozess ist der Landesbehindertenbeirat damit ganz stark beteiligt. Hofmann möchte in seiner Amtszeit vor allem darauf hinwirken, „dass der Landesbehindertenbeirat die Probleme der behinderten Menschen als Ganzes sieht und nicht jede Organisation nur die Probleme seiner Mitglieder anspricht.“

Zur Person

Wie viele Mitglieder des VdK Berlin-Brandenburg kam auch Hans-Werner Hofmann durch seine Erkrankung und die daraus resultierende Berufsunfähigkeit zum VdK. Das war vor 15 Jahren. Seitdem ist er ein aktives Mitglied und aus seinem Kreisverband Neukölln nicht mehr wegzudenken. Bereits 2010 übernahm er das Amt des Kreisvorsitzenden, 2017 folgte dann die Aufnahme in den Landesvorstand des VdK Berlin-Brandenburg.

Sein Steckenpferd sind die Sozial- und Rentenberatung und so unterstützt er gerne bei Fragen zur Antragsstellung: „Hier bin ich den Menschen einfach am nächsten“, so Hofmann. Doch damit nicht genug: Der ehemalige Logistikleiter ist ebenfalls seit vielen Jahren ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht Berlin. Zudem ist er Aufsichtsratsvorsitzender der tandem BTL gGmbH und Gesellschaftervertreter bei der Integra gGmbH, beides Tochtergesellschaften des VdK Berlin-Brandenburg.

2019 wurde er zum Gesellschaftervertreter und kurz darauf zum Aufsichtsratsmitglied bei den Berliner Werkstätten für Behinderte ernannt. Zeit für private Interessen bleibt da kaum noch. „Mein Hobby ist eben die ehrenamtliche Arbeit mit Menschen und die vielschichtigen Herausforderungen in den Gremien. Wenn dann noch Zeit bleibt, unternehme ich gerne Kurzreisen ohne lange vorherige Planung, zum Beispiel mit dem Zug nach Paris.“

Schlagworte Landesbehindertenbeirat

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