Europäischer Protesttag für Menschen mit Behinderung

Anlässlich des Europäischen Protesttags für Menschen mit Behinderung am 5. Mai fordert der Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg e. V. den BVG-Sammeltaxi-Dienst BerlKönig während und nach der Corona-Krise insbesondere für Menschen mit Behinderung anzubieten.

Der Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg fordert vom Berliner Senat den Weiterbetrieb des BerlKönigs insbesondere im Interesse von Menschen mit Behinderung fortzuführen. | © Andi Weiland | Gesellschaftsbilder.de

Der Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg e.V. fordert den Weiterbetrieb des BerlKönigs für Menschen mit Behinderung.

Der seit September 2018 betriebene Sammeltaxi-Dienst BerlKönig der Berliner Verkehrsbetriebe war vor der Corona-Krise für Menschen mit Behinderung, insbesondere für Rollstuhlfahrer, eine barrierefreie und rollstuhlgerechte Form der Mobilität und zudem meist preisgünstiger als ein reguläres Taxi.

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der reguläre Fahrdienst Ende März eingestellt. Stattdessen fährt der BerlKönig nun medizinisches Personal, das zur Aufrechterhaltung des Gesundheits-systems relevant ist, kostenfrei zur Arbeitsstelle und zurück. „Das ist zwar sehr zu begrüßen, aber Menschen mit Behinderung, die zur Hochrisikogruppe gehören und somit auf den Fahrdienst angewiesen sind, werden einfach vergessen“, kritisiert Henrike Weber, Sozialpolitische Referentin des VdK Berlin-Brandenburg.

Wie lange der Fahrdienst überhaupt noch angeboten wird, ist derzeit unklar. Der Berliner Senat zeigt bisher kein großes Interesse am Weiterbetrieb. „Eine Einstellung des BerlKönigs bedeutet für Menschen mit Behinderung eine große Einschränkung in ihrer Mobilität und auch ein gesundheitliches Risiko – gerade in Zeiten von Corona“, so Weber.

Aufgrund der Art der Erkrankung gehören viele Rollstuhlfahrer zu den Hochrisikogruppen, da ihre Behinderung oft auch die Lungenfunktion einschränkt. Sie sind aber, wie jeder andere auch, darauf angewiesen unter Umständen das Haus zu verlassen. Der öffentliche Nahverkehr ist aufgrund größerer Menschenansammlungen gerade in Zeiten von Corona keine Alternative, da Menschen mit Behinderung somit einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind. Da der Sonderfahrdienst des Landes Berlin grundsätzlich nicht für Fahrten zur Arbeit, Schule, Ärzten und Therapien zur Verfügung steht, ist es für Menschen mit Behinderung derzeit kaum möglich, sich ohne ein erhöhtes gesundheitliches Risiko fortzubewegen.

Der Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg fordert daher vom Berliner Senat, den Weiterbetrieb des BerlKönigs insbesondere im Interesse von Menschen mit Behinderung während und auch nach der Corona-Krise anzubieten beziehungsweise fortzuführen.

Pressekontakt:

Dörte Gastmann
Tel.: 0151 / 569 55 178
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Der Sozialverband VdK ist mit über zwei Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband Deutschlands. Er setzt sich für soziale Gerechtigkeit und eine gerechtere Sozialpolitik ein und das seit fast 70 Jahren. Der Landesverband Berlin-Brandenburg berät seine Mitglieder und vertritt ihre Rechte im Sozialrecht gegenüber Behörden und Gerichten.

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Europäischen Protesttag für Menschen mit Behinderung 2020:

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