Handlungsbedarf bei der Grundrente

Lange hat der Sozialverband VdK für die Grundrente gekämpft. Am 19.02.20 wurde diese endlich im Bundeskabinett beschlossen. Eine gute Nachricht, aber noch nicht gut genug.

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch, den 19.02.20, die Grundrente beschlossen. | © Canva Bilddatenbank

Erbwerbsminderungsrentner gehen leer aus


Für VdK-Präsidentin Verena Bentele ist die Grundrente zwar eine gute Nachricht, aber noch nicht ausreichend. Nach den aktuellen Plänen gehen Erwerbsminderungsrentner*innen leer aus. Wer trotz nachgewiesener Krankheit keine 33 Grundrentenjahre nachweisen kann hat laut aktuellem Beschluss keinen Anspruch auf Grundrente. Der VdK fordert die sogenannte Gleitzone von 33 auf 30 Jahre zu senken und darüber hinaus die Zeiten der Erwerbsminderung entsprechend anzurechnen.

1,3 Millionen Menschen profitieren

Renten werden nun automatisch aufgewertet - auch ohne Bedürftigkeitsprüfung, rund 1,3 Millionen Menschen werden von der Grundrente profitieren. Allerdings werden auch mit der Grundrente einige Rentnerinnen und Rentner auf Grundsicherung angewiesen sein.

Mindestlohn als Schutz vor Altersarmut


„Klar ist für uns: Instrumente wie die Grundrente darf es in einem so reichen Land wie Deutschland gar nicht geben müssen. Wir brauchen endlich einen Mindestlohn von über 12,80 Euro. Nur dann beziehen die Menschen nach einem Leben voller Arbeit eine Rente oberhalb der Grundsicherung. Darüber hinaus brauchen wir ein stabil hohes Rentenniveau von mindestens 50 Prozent. Ziel muss es sein, dass alle, die ein Leben lang gearbeitet haben, im Alter von ihrer Rente leben können. Dafür setzen wir uns weiter ein.“

Stellungnahme zur Grundrente.pdf (135,39 KB, PDF-Datei)

Schlagworte Altersarmut | Grundrente | Rente für alle

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