Nacht der Solidarität in Berlin

Obdachlose Menschen sind im Stadtbild allgegenwärtig. Doch wie viele es sind, ist unbekannt, auch woher sie kommen und was sie auf die Straße gebracht hat. Am 29. Januar 2020 werden mehr als 1600 freiwillige Helferinnen und Helfer nachts auf Berlins Straßen unterwegs sein, um sie zu zählen, zu befragen und über das Hilfesystem in Berlin aufzuklären.

© berlin.de


Als erste deutsche Stadt startet Berlin diese Umfrage, unterstütz von der Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales: „Je genauer wir wissen, wie viele Menschen auf der Straße leben, welche Sprache sie sprechen und welches Geschlecht sie haben, desto besser können wir die Hilfen für sie organisieren, sei es mit Dolmetschern in der Straßensozialarbeit, mit Schlafplätzen für Frauen oder mit speziellen Beratungsangeboten“, sagte Senatorin Elke Breitenbach. Ziel sei es, auf Basis der Zahlen, geeignete präventive Maßnahmen zu entwerfen.

Im Gegensatz zu wohnungslosen Menschen, die in Notunterkünften, Pensionen oder bei Verwandten oder Bekannten untergebracht sind, leben obdachlose Menschen ohne jegliche Unterkunft auf der Straße. Zerwürfnisse in der Familie, Krankheiten, Sucht, Gefängnisaufenthalt und andere Schicksalsschläge können ein Grund zum Verlust der Wohnung sein - wie ein Einkommen, das nicht mehr ausreicht, um steigende Mieten zu zahlen.

Auch der Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg ist alarmiert angesichts wachsender Armut und steigender Mieten. Gerade in Großstädten wie Berlin und Potsdam wird der Verlust der Wohnung zum großen Problem da nicht automatisch ein bezahlbarer Ersatz zu finden ist.

Der Sozialverband VdK kämpft an vielen Fronten, die der Wohnungs- und Obdachlosigkeit vorbeugen können. Bspw. fordert er eine auskömmliche Rente und Mindestlohn von über 12 Euro. Für den einzelnen Menschen kann er, und auch die EUTB, im Vorfeld beraten, welche sozialen Leistungen in Anspruch genommen werden können.

Bettina Kracht

Schlagworte Nacht der Solidarität | Obdachlosigkeit bekämpfen | Wohnungslosigkeit bekämpfen | Straßensozialarbeit in Berlin

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