In einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten

Nach langer Zeit haben die zwei verdienten VdK-Mitglieder Thomas Fritz und Horst Ullrich ihr Vorstandsamt in Spandau und Pankow abgegeben. Nicht immer ist es leicht, eine Nachfolge für ein solches Amt zu finden. Immer mehr Menschen wollen sich ehrenamtlich engagieren, immer weniger sich aber auf längere Zeit verpflichten. Das ein solches Ehrenamt bereichernd sein kann, berichten hier die neuen Vorstände.

Der #VdK bietet vielfältige Möglichkeiten ehrenamtlich tätig zu sein. Auf Wunsche auch auf Probe. | © AdobeStock/WavebreakMediaMicro

Auch Hans-Dieter Hein und Brigitte Wussow hatten Zweifel: Zu viel Arbeit, zudem kennen sie als Neumitglieder noch niemanden im Verband. Trotzdem wurden sie in Spandau zum Vorsitz berufen –
kommissarisch bis Ende des Jahres, quasi auf Probe. „Wir sind engagierte Menschen, das ist schon der ganze Grund“, meint Brigitte Wussow. Eine Rolle spielt natürlich auch, dass beide gesellschaftspolitisch
interessiert sind: „Mit dem VdK und seinen fast zwei Millionen Mitgliedern hat meine Stimme ein stärkeres Gewicht. Hier können wir was erreichen.“
Schon jetzt steht für beide fest, dass sie ihre Amtszeit verlängern. Sie möchten Bewährtes erhalten, aber auch neue Angebote machen, um die Vereinsarbeit zu stärken. Hans-Dieter Hein, bis zu seiner Rente zuletzt als Personalleiter bei der AEG tätig, ist schon seit langem ehrenamtlich tätig, unter anderem bei der Deutsche Rentenversicherung, im Aufsichtsrat der Berliner Behindertenwerkstätten und in der Kirche. Dort lernte er auch Brigitte Wussow kennen.

Die ehemalige Krankenschwester sitzt in der Spandauer Seniorenvertretung, Rente und Gesundheit sind ihre Themen, die sie im Kreisverband einbringen möchte: „Wir möchten Referenten zu interessanten und aktuellen Themen einladen und hoffen dafür auch auf Wünsche und Vorschläge der Mitglieder.“ Wussow möchte aber auch eigene Seminare geben und ihre Erfahrungen als Krankenschwester einbringen: „Zu Gesundheit kann ich viel beitragen. Ich möchte bei den Menschen die Eigenverantwortung wecken und ihre Ressourcen stärken.“
Auch Gunnar Ströhl aus Pankow wurde als Neumitglied angeworben. Er begleitete vor zirka zwei Jahren seine Frau auf ein VdK-Sommerfest, als er vom damaligen Vorsitzenden Horst Ullrich angesprochen wurde, ob er
sein Amt übernehmen möchte. Da er zu der Zeit noch in einer Gerontopsychiatrie arbeitete, bat er um
Bedenkzeit, ließ sich aber als Beisitzer in den Vorstand wählen.

Letztlich überwog der Gedanke, etwas für die gute Sache zu tun: „Ich bin der Meinung, dass unsere sozialen Errungenschaften in der heutigen Zeit bewahrt werden müssen“, erklärt Ströhl, „und es bringt mir sehr viel, mich in einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten zu engagieren.“
Die Teamarbeit im Vorstand ist es, die für ihn die Zweifel ausräumen. Statt dass die Arbeit allein
auf seinen Schulter lastet, werden die Aufgaben im Vorstand verteilt. „Ich bin eher konservativ gestrickt und finde permanente Veränderung muss nicht sein. Aber ich habe schon geguckt, wo wir unsere Zeit am besten investieren und wir überlegen gemeinsam im Vorstand, was verbessert werden kann“, erklärt Gunnar Ströhl. So plant der Kreisverband, dass die Sprechstunde zeitgleich mit dem immer seltener genutzten Spielenachmittag stattfinden soll – statt mit der Vorstandssitzung. „Dort war die Zeit für Gespräche immer eher knapp. Mit der neuen Lösung hoffen wir, die Sprechstunde lebendiger zu gestalten. Vielleicht tauschen sich die Mitglieder dann auch noch mehr über ihre Probleme und Lösungswege aus“, berichtet Ströhl.

Beide Vorstände möchten die Öffentlichkeitsarbeit noch verstärken, im Spandauer Volksblatt ist sogar ein Interview erschienen. Sie setzen neben persönlichen Kontakten auch verstärkt auf die Kreisverband-Websites. Die Botschaft: Mitstreiter sind herzlich willkommen.

Bettina Kracht

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