Wahlprüfstein 3: Wer verbessert die Mobilität auf dem Land?

Anlässlich der Brandenburger Landtagswahlen am 1. September 2019 veröffentlicht die VdK-ZEITUNG in den Aus­gaben Juni, Juli/August und September insgesamt drei Wahlprüfsteine zu Themen, die den Sozialverband VdK in Brandenburg zurzeit besonders beschäftigen.

© Unsplash / Jon Tyson

Wahlprüfstein 3: Mobilität

Wie plant Ihre Partei, die Mobilität (Barrierefreiheit, Verkehr und Internet) von älteren Menschen in ländlichen Bereichen zu erhalten und zu verbessern?


SPD: Die Abschaffung von Barrieren in Sprache, in Städten und Gemeinden und im öffentlichen Nahverkehr bleibt eine wichtige Aufgabe. Wir setzen uns für barrierefreies Internet, behindertengerechte Räume und Wohnungen sowie für die Etablierung von Gebärdensprache, Blindenschrift und leichter Sprache ein. In diesem Sinne werden wir einen Landesseniorenbeauftragten berufen. In der Digitalisierung sehen wir Chancen, um das das Leben vieler Menschen zu bereichern und zu vereinfachen.

CDU: Wir sehen Brandenburg als Modellregion zur Entwicklung ländlicher Räume und werden daher insbesondere die Attraktivität des ÖPNVs steigern. Der Ausbau der Infrastruktur wird beschleunigt und eine einfachere Struktur der Tickets wird geschaffen. Wir wollen Verkehrsgesellschaften, zur Optimierung des Angebots und zum Ausbau von WLAN in Bus und Bahn, einen leichteren Zugang zu Fördermitteln ermöglichen. Ferner streben wir eine Verbesserung der Barrierefreiheit an, davon profitieren dann beispielsweise auch Familien mit Kindern.

DIE LINKE: Funktionierende Mobilitätsketten mit verschiedenen barrierefreien Verkehrsmitteln und funktionierenden Umsteigebeziehungen müssen den ländlichen Raum erschließen. Mitbestimmungsmöglichkeiten von Älteren wollen wir mit einem Landesseniorenbeauftragten und hauptamtlichen Beauftragten auch in kleineren Kommunen stärken. Mit Schulungsangeboten wollen wir die digitale Kompetenz unserer Senior*innen stärken, um Ihnen so auch den Zugang zu Informationen und Dienstleistungsangeboten zu erleichtern.

AfD: Von einer leistungsstarken Internet-Infrastruktur profitiert jedermann. Die Versorgungslücken in Brandenburg müssen dringend geschlossen werden. Wir setzen uns ein für den Ausbau des ÖPNV in den ländlichen Räumen und deren Anbindung an die Metropolregion, Mehrgenerationenprojekte, die Förderung familienunterstützender haushaltsnaher Dienstleistungen, erleichterten Zugang von Senioren zu sozialen Wohnraum, besseren Schutz und stärkere Wertschätzung der Lebensleistung ein.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Das Land muss Standards definieren. Wir wollen nicht, dass der Begriff der „vollständigen Barrierefreiheit“ mangels Vorgaben jeweils eigenständig auslegt wird. Der gesetzliche Anspruch eines mobilitätseingeschränkten Menschen darf nicht davon abhängen, wie finanzstark z.B. die jeweilige Heimatkommune ist. Wir wollen die Infrastruktur in den ländlichen Räumen stärken, den ÖPNV besser finanzieren und flexible Angebote schaffen. Wir wollen das Breitband- und das Mobilfunknetzwerk weiter ausbauen und zugleich lebendige Dörfer und Städte mit einem breiten Kulturangebot schaffen, um unnötig weite Wege zu vermeiden.

FDP: Zentraler Bestandteil ist für uns der Ausbau des Bus- und Zugverkehrs, die einen barrierefreien Verkehr rund um die Uhr ermöglichen. Durch ein entschlacktes Tarifsystem, welches auch online zur Verfügung stehen muss, erhöhen wir die Transparenz und verbessern die Leistung. Die Versorgung mit schnellem Internet ist für uns eine Selbstverständlichkeit und gehört in jeden Haushalt. Ebenfalls ist bei der Stadtentwicklung eine barrierefreie Bauweise sicherzustellen.

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