S-Schöneweide bleibt barrierefrei

Im Bahnhof Schöneweide wird für die circa 3-jährige Bauphase ab April 2019 eine mobile Aufzugsanlage eingebaut.

Dank des Schlichtungsverfahrens bleibt der Bahnhof Schöneweide auch in der Umbauphase barrierefrei: Eine mobile Aufzugsanlage wird eingebaut. | © Bernhard Wislaug

Darauf einigten sich am 7. November 2018 die Schlichtungsparteien Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg e.V., Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) Berlin e.V. und DB Station & Service AG.

Gestritten wurde seit längerem wie sich die Barrierefreiheit während der kompletten Sanierung des Bahnhofes Schöneweide erhalten lässt. Im Schlichtungsverfahren konnten sich die Parteien innerhalb weniger Monate nicht nur auf eine gemeinsame Problemlösung verständigen - sie machten einmal mehr die Erfahrung, wie konstruktiv ein gemeinsamer gut moderierter Einigungsprozess sein kann, wenn die Bereitschaft einander zuzuhören und ein Wille zur Problemlösung gegeben sind.

Kurz vor Beginn des Verfahrens vertrat die Deutsche Bahn noch den Standpunkt, der Bahnhof Schöneweide sei gut an das BVG-Verkehrsnetz angeschlossen und könne während der Bauphase bequem umfahren werden. Im Laufe des Schlichtungsverfahrens wandelte sich diese Sichtweise vollständig. Dank der akribischen Vorbereitung der DB Station & Service AG, samt Evaluation des Nutzungsverhaltens der Reisenden inklusive einer Befragung war es möglich, die Probleme der Menschen mit Behinderungen und Mobilitätseinschränkungen darzulegen, die von Taktung und Tram-Zugfolgen unabhängig sind.

Zum Beispiel half der Hinweis der Unterkühlungsgefahr eines Rollstuhlnutzers, wenn im Winter entweder keine Niederflurwagen eingesetzt werden oder die Fahrzeuge so überfüllt sind, dass der Reisende nicht mitgenommen werden kann. Andererseits erhielten die Verbände Einblicke in die spezifischen bautechnischen und projektbezogenen Schwierigkeiten eines Sanierungsprojektes dieser Größenordnung.

Aufgrund des stagnierenden politischen Einigungsprozesses hatten der VdK Berlin-Brandenburg und die DMSG Berlin zu Anfang des Jahres 2018 ein Schlichtungsverfahren vor der Schlichtungsstelle nach dem Behindertengleichstellungsgesetz eingeleitet, um im Zweifel ein Verbandsklageverfahren vorzubereiten.


Die Deutsche Bahn plant einen mehrjährigen Umbau ohne barrierefreien Zugang. Der Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg bezieht Position, unsere Forderung: Mobilität für alle Fahrgäste! | weiter
| Dörte Gastmann

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