Mitdiskutieren auf dem 9. Berliner Sozialgipfel

Am 9. Oktober 2018 greift der 9. Berliner Sozialgipfel wieder aktuelle Themen auf, die Berlin und seine Einwohnerinnen und Einwohner in besonderem Maße betreffen: Wohnen, Leben, Arbeiten, Teilhaben. Kommen Sie und diskutieren Sie mit!

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9. Oktober, 17 Uhr: Kommen Sie und diskutieren Sie mit!

Die Probleme in Hinblick auf bezahlbaren, familienfreundlichen Wohnraum explodieren in Berlin. Dies ist bedingt durch eine ständig wachsende Stadt und einen seit Jahren anhaltenden Investitions­stau.

Kita und Schule

Doch auch die unerträgliche personelle, sächliche und räumliche Situation an Berliner Kitas und Schulen führt zur Überforderung aller unmittelbar betroffenen Personen. Kinder und Erzieher, Schüler und Pädagogen leiden unter zu großen Gruppen beziehungsweise Klassenstärken. Ein Notstand in der pädagogischen Arbeit ist die Folge. Eltern beklagen weite Fahrwege und eine mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf trotz eines gesetzlichen Anspruchs auf Kita- und Hortplätze. Hohe Krankenstände und ein Sanierungsbedarf von circa fünf Milliarden Euro (Schätzung der GEW) alleine für die Berliner Schulen tun ein Übriges. Hinzu kommt ein eklatanter Fachkräftemangel.

Förderbedarfe

Für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf stellt sich die Situation noch verheerender dar. Eine bedarfsdeckende Versorgung kann nicht in Ansätzen gewährleistet werden. Kita-Plätze für Kinder, die aufgrund der Schwere ihrer Behinderung einen besonderen Betreuungsschlüssel (1:1) benötigen, sind nach wie vor nicht vorhanden. Das Versprechen der Berliner Koalitionsvereinbarung, sogenannte B+ Plätze (Plätze für besonders betroffene Kinder) anzubieten, ist anscheinend im Nichts versandet.
Kinder- und Jugendambulanzen/Sozialpädiatrische Zentren sind in zu geringer Zahl vorhanden und finanziell durch die gesetzlichen Krankenkassen und den Senat so gedeckelt, dass die Bedarfe nicht annähernd abgedeckt werden können. Eine oftmals notwendige qualifizierte Pflege dieser Kinder kann häufig nicht gewährleistet werden. Inklusion kann so nicht gelebt werden.

Pflege

Die Situation in der Pflege ist als „Notstand in der Altenpflege“ in aller Munde. Bis zum Jahre 2030 rechnet man mit einem Bevölkerungswachstum von 7,5 Prozent, wobei aber der Anteil der „Hochaltrigen“ (80plus) um 55 Prozent wachsen wird (Sozialverband VdK Deutschland). Schlechte Bezahlung von Fachkräften, Fachkräftemangel, Verdrängung in die ambulante Pflege und ein zunehmender Wettbewerb privater Anbieter gehen zulasten eines würdevollen Lebens im Alter.
Dies ist nur ein Teil der brennendsten sozialen Fragen dieser Stadt, die in unmittelbarer Zukunft gelöst werden müssen. Sie werden Gegenstand des 9. Berliner Sozialgipfels am 9. Oktober 2018 sein und in Diskussionen mit Vertretern der Bundes- und der Landespolitik erörtert werden.
Wir laden Sie ein! Teilen Sie den Politikerinnen und Politikern mit, was Sie bewegt und bringen Sie Ihre Sichtweise ein.
Eine Online-Anmeldung zum Berliner Sozialgipfel ist unter www.berliner-sozialgipfel.de möglich.

Henrike Weber

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Der Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg e.V. hat zur Beratung und Vertretung seiner Mitglieder zum neuen Jahr eine Sozialrechtsschutz gGmbH gegründet.