Recht auf Gebärdensprache

Mit Inkrafttreten des Brandenburgischen Behindertengleichstellungsgesetzes (BbgBGG) am 13. Februar 2013 erhalten Menschen mit einer Hör- und Sprachbehinderung das Recht, sich mit den Behörden des Landes und den Gemeinden, Gemeindeverbänden sowie der sonstigen der Aufsicht des Landes unterstehenden juristischen Personen des öffentlichen Rechts in Deutscher Gebärdensprache oder mit anderen geeigneten Kommunikationshilfen zu verständigen, soweit dies zur Wahrnehmung eigener Rechte im Verwaltungsverfahren erforderlich ist.

Menschen mit einer Hör- und Sprachbehinderung haben das Recht, sich mit den Behörden in Deutscher Gebärdensprache oder mit anderen geeigneten Kommunikationshilfen zu verständigen. | © La India Piaroa / Fotolia


Dieses Recht gilt auch für Eltern mit einer Hör- und Sprachbehinderung und minderjährigen Kindern bei der Wahrnehmung der Rechte und Pflichten in Elternversammlungen und Elterngesprächen im Bereich der Kindertagesstätten und Schulen.

Das Land Brandenburg trägt die Kosten. Die Koordinierung und Vermittlung der Gebärdendolmetscherinnen und Gebärdensprachdolmetscher und anderer geeigneter Kommunikationshilfen – verknüpft mit der Kostenerstattung nach Paragraf 7 BbgBGG – wurde dem Zentrum für Kultur und visuelle Kommunikation Gehörloser Berlin/ Brandenburg e. V. als dem Träger der Landesdolmetscherzentrale Brandenburg (LDZ) übertragen.

Kontakt: Zentrum für Kultur und visuelle Kommunikation der Gehörlosen Berlin/Brandenburg e. V., Landesdolmetscherzentrale Brandenburg, Persiusstraße 1, 14469 Potsdam, Telefon (03 31) 8 87 13 19. Oder: Landesdolmetscherzentrale Brandenburg, Lipezker Straße 48, 03048 Cottbus, Telefon (03 55) 7 29 58 90.

Mehr über den Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg erfahren.
Jetzt mehr über die Vorteile und Leistungen der Mitgliedschaft erfahren.
Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg beim Europäischen Protesttag für Menschen mit Behinderung.