Claus Wischner unerwartet verstorben

Landesverband trauert um ehemaligen Landesvorsitzenden – Ein Nachruf

Unser ehemaliger Landesvorsitzender, Claus Wischner, ist anlässlich eines Routineaufenthalts im Krankenhaus am 22. Februar 2013 ganz plötzlich verstorben. Ausgezeichnet hat ihn in den letzten Jahren ein unbändiger Lebenswille und eine Lust am Leben trotz seiner schweren Diabetes und der mehrmals wöchentlich stattfindenden Dialyse.

In Berlin 1935 geboren, machte er im Anschluss an seinen Schulbesuch eine Maurerlehre mit Gesellenprüfung. 1957 begann er eine Sozialarbeiterausbildung, um dann 20 Jahre lang beim Jugendamt Steglitz, zuletzt als Amtsleiter, zu arbeiten. Seit 1971 war er Mitglied des Abgeordnetenhauses, 1981 bis 1985 Staatssekretär (damals Senatsdirektor) bei der Sozialverwaltung für Soziales und 1990 bis 1991 sozialpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus.

1990 wurde er zum stellvertretenden Landesvorsitzenden des Sozialverbands VdK gewählt und von 1993 bis 2000 war er unser Vorsitzender – einem Zeitraum, in dem der Berliner Verband sich in Ostberlin etablierte, im Sommer 1992 mit dem BDKK Landesverband Berlin e. V. fusionierte und 1994 einen gemeinsamen Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg e. V. bildete.

Unter seinem Vorsitz stiegen nicht nur die Mitgliederzahlen auf beinahe 10 000 Personen, sondern der VdK etablierte in Berlin und Brandenburg eine Vielzahl von Einrichtungen. Drei Mobilitätshilfedienste entstanden im Ostteil der Stadt. Der VdK Betreuungsverein wurde auf den Weg gebracht, im Landkreis Potsdam-Mittelmark wurden Wohnstätten in Benken und Friesdorf eta­bliert, der Verband übernahm eine Integrationsfirma, um nur wenige Highlights zu benennen.

Der Vorstand, die Landesverbandskonferenz, sein Heimatkreisverband Tempelhof-Schöneberg und die Geschäftsführung sowie die Mitarbeiter der Landesgeschäftsstelle, die ihn kannten, erinnern sich dankbar an den Lebensabschnitt mit Claus Wischner. Seiner Familie gilt unsere Anteilnahme.

Als Mensch, mit dem man nicht nur sozialpolitisch diskutieren, sondern vieles mehr reden konnte, werden wir ihn in Erinnerung behalten. Ebenso wie seine Spargelessen in der Adlermühle. Er spendierte den Spargel, der Vorstand schälte und der Geschäftsführer war für die Sauce Hollandaise zuständig. Wir erinnern uns an die Tage einer vergangenen Zeit.

Berndt Maier

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