Ein Augenblick kann alles ändern........

VdK-Vorsorge-Broschüre "Ein Augenblick kann alles ändern ..." wurde erneut aktualisiert

Der Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg hatte sich vor zehn Jahren zum Ziel gesetzt, das Thema "Vorsorge für den Ernstfall" nicht nur in die Öffentlichkeit zu tragen, sondern gleichzeitig einen Beitrag dazu zu leisten, dass es grundsätzlich von jedem und jeder Einzelnen auch im Alltag umgesetzt werden kann.

Zu diesem Zweck wurde 2003 erstmals eine besonders nutzerfreundliche Broschüre mit dem Titel "Ein Augenblick kann alles ändern ..." verfasst, mithilfe derer die Abfassung von Patientenverfügung, Betreuungsverfügung und Vorsorgevollmacht möglichst einfach gemacht werden sollte.

Einführungen und Formulare

Hintergrund für diese Initiative war die Erkenntnis, dass die meisten Menschen zwar die Wichtigkeit des Themas einerseits auch für sich selbst erkannt hatten, aber andererseits vor der Komplexität der Themen zurückschreckten. Als schwierig wurde in vielen Fällen nicht nur die unterschiedlichen Bedeutungen dieser Vorsorgearten empfunden, sondern auch das Verhältnis von Verfügungen und Vollmachten zueinander.

Die große Nachfrage der Broschüre über all die Jahre hinweg - sie enthält nicht nur kurze Einführungen zu den Themenbereichen, sondern zudem Formulare, die übersichtlich und doch vollständig gestaltet sind - hat gezeigt, dass viele Menschen bereit sind, Entscheidungen für den "Fall der Fälle" frühzeitig zu treffen und ihren Angehörigen den Umgang hiermit zu erleichtern.

Schließlich kann es jedem von uns jeden Augenblick passieren, dass er oder sie infolge eines Unfalls oder einer plötzlich auftretenden Krankheit nicht mehr entscheidungsfähig ist.

Zum Beispiel hinsichtlich der Frage, ob notfalls lebenserhaltende Maßnahmen eingeleitet werden sollten. Ob schmerzstillende Medikamente auch dann verabreicht werden sollten, wenn sie den Sterbeprozess beschleunigen. Ob ein bestimmter Freund oder Angehöriger die persönlichen Geschäfte stellvertretend für einen selber weiterführen soll oder wer andere persönliche Interessen gegenüber Dritten vertreten könnte im Falle, dass man selbst dazu nicht mehr in der Lage ist.

All dies und mehr kann in den Verfügungen und Vollmachten geregelt und festgelegt werden. Und es ist in unserem persönlichen Interesse, es auch rechtzeitig zu tun.

Verfügungen und Vollmachten

Dies ist vor allem vor dem Hintergrund wichtig, dass auch die nächsten Angehörigen ohne die schriftlichen Festlegungen entgegen der allgemein verbreiteten irrtümlichen Vorstellung nicht berechtigt sind, für ihren Freund, Nachbar, Partner oder Verwandten zu entscheiden. Dies übernehmen dann Ärzte und Behörden, oftmals ohne weitergehende Kenntnis der Bedürfnisse des Einzelnen.

Alle gesetzlichen Neuerungen

Da dies nicht unseren Vorstellungen von individueller Selbstbestimmung und Entscheidungsfreiheit entspricht, bemüht sich der VdK weiterhin, die jeweils gegebenen gesetzlichen Möglichkeiten jederzeit voll auszuschöpfen, in dem er seine Broschüre fortlaufend aktualisiert und weiter vervollständigt. Aktuell haben wir bereits die 27. Auflage der Broschüre neu herausgegeben - mit allen gesetzlichen Neuerungen der letzten Jahre und weiterhin mit dem Anspruch, diese möglichst verständlich zu vermitteln. Zudem wird in der neuen Ausgabe das Verhältnis zwischen Patientenverfügung und Organspende in einem eigenen Kapitel ausführlich thematisiert.

Selbstverständlich können weiterhin alle Vollmachten und Verfügungen einzeln ausgefüllt werden. Und auch die kartonierte Notfallkarte, die man immer bei sich führen sollte, ist weiterhin enthalten.

Unterlagen erneuern

Wer bereits vor Jahren Vollmachten oder Verfügungen ausgestellt hat, sollte diese in bestimmten zeitlichen Abständen überprüfen. Manchmal verändert sich die Sichtweise der Dinge in einzelnen Fragen, dann sollte man die neuen Formulare verwenden und die alten vernichten. Vielleicht kann die aktuelle Ausgabe ein Anlass sein, einzelne Fragen neu zu überdenken beziehungsweise zu regeln.

Die aktualisierte Broschüre „Ein Augenblick kann alles ändern …“ können Sie für eine Schutzgebühr von drei Euro zuzüglich Porto beziehen über:

Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg e. V.
Linienstr. 131, 10115 Berlin
E-Mail: service.bb@vdk.de

Hier können Sie die Broschüre kostenlos herunterladen:
Broschüre "Vorsorge für den Ernstfall"


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