27. Mai 2022
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Knapp 13 Tage krank im Jahr

Bayerische Erwerbstätige fehlen vergleichsweise seltener

2021 waren erwerbstätige Personen in Bayern durchschnittlich 12,6 Tage krankgeschrieben. Das sind 0,4 Tage weniger als im Jahr zuvor und volle zwei Tage weniger als im Bundesdurchschnitt. Das hat die Auswertung der Daten für den Gesundheitsreport 2022 der Techniker Krankenkasse (TK) ergeben.

Symbolbild: Rückenmassage
Rückenschmerzen gehören zu den häufigeren Gründen, warum sich erwerbstätige Menschen bei ihrem Arbeitgeber krankmelden. Weitere Ursachen sind vor allem psychische Erkrankungen. | © Pixabay

„Die Spanne im Freistaat war jedoch sehr groß“, sagt Christian Bredl, Leiter der TK in Bayern. „Im Landkreis Kronach fehlte vergangenes Jahr jede Erwerbsperson krankheitsbedingt 19,3 Tage, in Haßberge 19,1 Tage und in Freyung-Grafenau 18,5 Tage. Das war etwa doppelt so lange wie in München oder Starnberg.“ Letztgenannte belegen mit 9,4 (München) und 9,7 (Starnberg) Fehltagen im bundesweiten Vergleich die Plätze vier und sieben. Den niedrigsten Stand verzeichnete der Landkreis München mit 9,1 krankheitsbedingten Fehltagen.

Höchster Krankenstand

Der niedersächsische Landkreis Lüchow-Dannenberg dagegen verbuchte mit im Schnitt 23,5 Fehl­tagen je Erwerbstätigen bundesweit den höchsten Krankenstand. Dort verursachten alleine psychische Erkrankungen und Muskel-­Skelett-Beschwerden mit insgesamt knapp zwölf Krankheitstagen fast so viele Fehltage je Erwerbsperson wie alle Diagnosen in Bayern zusammen. Zwar sorgten psychische Erkrankungen wie Depressionen auch im Raum München-Starnberg für die meisten krankheitsbedingten Ausfalltage, allerdings handelte es sich dabei durchschittlich lediglich um etwas mehr als zwei Tage.

Im oberfränkischen Kronach und im unterfränkischen Haßberge dagegen waren die Muskel-Skelett-­Erkrankungen wie Rücken- oder Gelenkschmerzen dominierend. Diese Diagnosen sorgten dort mit über vier Tagen je Erwerbsperson für rund ein Viertel aller krankheitsbedingten Fehlzeiten. Bayernweit waren psychische Erkrankungen (2,6 Tage), Muskel-Skelett-­Beschwerden (2,3 Tage) und Atemwegserkrankungen (1,5 Tage) die Hauptursachen für Fehlzeiten.

Betrachtet man die sieben bayerischen Bezirke, waren in Oberbayern im Landkreis München (9,1 Tage) sowie in der Landeshauptstadt selbst (9,4 Tage) die geringsten und in den Landkreisen Traunstein und Neuburg-Schrobenhausen (jeweils 13,7 Tage) die meisten krankheitsbedingten Fehltage zu verzeichnen. In Niederbayern reichten die durchschnittlichen Krankenstände von 11,4 (Städte Passau und Landshut) bis 18,5 Tagen (Landkreis Freyung-Grafenau).

Die Stadt Regensburg (11,7 Tage) und der Landkreis Tirschenreuth (17,0 Tage) wiesen in der Oberpfalz die im Schnitt niedrigsten beziehungsweise höchsten Ausfalltage auf. In Oberfranken wurden Werte zwischen 13,6 (Stadt Bamberg) und 19,3 Tagen (Landkreis Kronach) festgestellt.

Zehn Tage in Erlangen

Die wenigsten Fehltage in Mittelfranken hatten erwerbstätige Menschen in der Stadt Erlangen (10,0 Tage), die meisten im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen (17,5 Tage). In Unterfranken wurde für die Stadt Würzburg mit 12,8 Tagen der niedrigste Krankenstand erfasst, während der Landkreis Haßberge mit 19,1 Tagen den Höchstwert innehatte. Im Landkreis Lindau im Bezirk Schwaben waren Erwerbspersonen im Schnitt 11,9 Tage krankgeschrieben, im Landkreis Kaufbeuren waren es dagegen 15,9 Tage.

Mirko Besch

Schlagworte Krankenstand | Fehltage | Krankschreibungen | Krankheitstage | krankheitsbedingten Fehlzeiten | Gesundheitsreport 2022

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