12. April 2022
VdK-Zeitung Archiv

Mindestens 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag

Mit Vollkorngetreide, Gemüse und Obst für eine gesunde Darmflora sorgen

Zu einer ausgewogenen Ernährung gehören Ballaststoffe. Diese regen die Verdauung an. Doch was ist davon zu halten, dass einige Lebensmittelhersteller Produkte künstlich damit anreichern?

Symbolfoto: Buntes Gemüse in einem Korb

Lebensmittel wie Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Pilze, Gemüse und Obst sowie Nüsse sind reich an Ballaststoffen. Dabei handelt es sich um die weitgehend unverdaulichen Bestandteile der Nahrung. Sie quellen im Magen auf, tragen so zur Sättigung bei und können deshalb Übergewicht vorbeugen. Ernährungswissenschaftler unterscheiden zwischen wasserlöslichen Ballaststoffen wie Pektin und Inu­lin sowie wasserunlöslichen wie Cellulose. Es wird empfohlen, mindestens 30 Gramm an Ballaststoffen pro Tag aufzunehmen. Hauptquelle sowohl für Kohlen­hydrate als auch Ballaststoffe ist Brot.

Pionier Max Rubner

Viele Menschen wundern sich über den Begriff „Ballaststoffe“. Diesen prägte der Mediziner Max Rubner, der von 1854 bis 1932 gelebt hat und als Pionier der Ernährungswissenschaften gilt. Er war zudem Professor für Hygiene und Robert Kochs Nachfolger an der Berliner Charité. Für das Max-Rubner-In­stitut (MRI) ist es seit jeher wichtig, die Bedeutung von Ballaststoffen zu erkunden. So haben Forscher des MRI herausgefunden, dass hierzulande zwei Drittel der Männer und drei Viertel der Frauen weniger als die empfohlene Mindestmenge pro Tag zu sich nehmen. Hier würde bereits der vermehrte Konsum von Vollkornbrot helfen, so die Experten.

Künstlich hergestellt

Zahlreichen wissenschaftlichen Studien zufolge ist der Verzehr von Ballaststoffen wichtig für die Gesundheit. So verringert sich der pH-Wert im Darm, und auch die Cholesterinwerte gehen zurück, schädliche Bakterienkulturen werden eingebremst, und die gesundheitsförderliche Bifidobakterienkultur wächst. Kein Wunder, dass die Nahrungsmittelindustrie Ballaststoffe für sich entdeckt hat und damit wirbt. Hersteller greifen zu künstlich produzierten Stoffen und setzen diese beispielsweise Joghurtprodukten zu. Auf solchen Verpackungen lesen Verbraucher Versprechen wie „Reich an löslichen Ballaststoffen“. Meist sind dies Inulin und die daraus aufbereitete Oligofructose, welche entweder aus der Zichorienwurzel extrahiert oder aus Saccharose chemisch hergestellt werden. Der Verband für Unabhängige Gesundheitsberatung (UGB) sieht die künstliche Zufuhr von Oligofructose und Co. kritisch. Der UGB empfiehlt daher, die unverdaulichen Stoffe über pflanzliche Lebensmittel aufzunehmen. Nur dadurch lasse sich die ganze Bandbreite an wasserlöslichen und -unlöslichen Ballaststoffen nutzen, die jeweils ihre ganz spezielle Wirkung auf den Körper haben.

Elisabeth Antritter

Schlagworte Ballaststoffe | ausgewogene Ernährung | Gesundheit | pflanzliche Lebensmittel | gesunde Darmflora

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