24. März 2022
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Klein, grob und lecker

Neues Museum informiert über die Geschichte der Nürnberger Bratwurst

Die Bratwurst gehört zu Nürnberg wie die historische Burg der mittelfränkischen Stadt. Seit November 2021 hat das nur sieben bis neun Zentimeter lange Würstchen nun sein eigenes Museum.

Bratwürste
© Pixabay

Neben dem Nürnberger Lebkuchen ist die Bratwurst mit seiner über 700-jährigen Kulturgeschichte das kulinarische Wahrzeichen der Stadt. Seit 2003 steht sie als regionale Spezialität unter besonderem Schutz der Europäischen Union, damit Qualität und Tradition dieses Nürnberger Markenzeichens bestehen bleiben. Längst überfällig also, dass dem kleinen Leckerbissen in der Frankenmetropole ein Museum gewidmet wird.

„Auf 100 Quadratmetern zeigen wir – neben den hochmittelalter­lichen Anfängen, den Sagen und Legenden – die Handwerkskunst der Nürnberger Metzger, die bis heute in den kleinen Nürnberger Bratwürsten steckt“, sagt Dr. Rainer Heimler, Erster Vorsitzender des Schutzverbands Nürnberger Bratwürste. Der Wunsch, ein Museum für die beliebte Spezialität zu konzipieren, bestand schon lange. Bestärkt wurde dieser durch den großen Erfolg der Sonderausstellung „9 cm Nürnberg“ 2014 im Stadtmuseum im Fembo-Haus.

Eigene Straße

Rund sieben Jahre danach hat das Nürnberger Bratwurstmuseum am Trödelmarkt seine Pforten geöffnet – passenderweise in einer eigens dafür umbenannten Straße: in der Bratwurstgasse. „Die Nürnberger Bratwürste sind im Buch des Nürnberger Rates der Jahre 1313/1314 erstmals urkundlich erwähnt“, erklärt Nina Weiß, Zweite Vorsitzende des Schutzverbands und gelernte Metzgermeisterin. „Darin heißt es: ‚Alles Sweine­lendenprät soll man in die Würste hacken.‘ Und das tun wir bis heute.“

Zur Herstellung der Nürnberger Bratwurst wird nach wie vor nur bestes grob entfettetes Schweinefleisch verwendet, welches am Ende mit der typischen Majoran-­Würzung verfeinert und im Schafsaitling auf neun Zentimeter abgedreht wird. Das Museum zeigt diese bereits zu Beginn des 14. Jahrhunderts geltenden, strengen Qualitäts- und Herstellungsrichtlinien für die Wurst­produktion.

Darüber hinaus sind verschiedene Geräte zu besichtigen, die rund um die Erzeugung der groben Bratwurst verwendet wurden oder noch werden, beispielsweise ein Messgerät zur Wurstlängenbestimmung oder ein Metallbügel zur Durchmesserkontrolle.

Die Ausstellung ist zweisprachig (Deutsch, Englisch) konzipiert, dazu gibt es Medien- und Hörstationen, die auch jüngere Besucher ansprechen sollen. Die Räumlichkeiten sind rollstuhlgerecht, der Zutritt zum Museum ist derzeit jedoch nur über eine Stufe möglich. Hier soll bald eine Rampe installiert werden.

Mirko Besch

Schlagworte Nürnberger Bratwurst | Kulturgeschichte der Bratwurst | Bratwurst-Museum

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