30. August 2021
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Verena Bentele begeistert das Publikum

VdK-Präsidentin liest im unterfränkischen Haßfurt aus ihrem Buch „Wir denken neu“

Verena Bentele hat im Rathaussaal in Haßfurt ihr Buch „Wir denken neu“ vorgestellt. Unterfrankens VdK-Bezirksgeschäftsführer Carsten Vetter, der die Veranstaltung moderierte, freute sich, dass jeder Stuhl besetzt war.

Das Bild zeigt die Lesung
© VdK / Henning Schacht

Leider durften aufgrund der Hygienemaßnahmen nicht mehr Menschen ins Haßfurter Rathaus kommen. Denn das Interesse an der Buchvorstellung mit der VdK-Präsidentin war groß. Die Zuhörerinnen und Zuhörer folgten gebannt dem Gespräch, das VdK-Bezirksgeschäftsführer Carsten Vetter mit Verena Bentele führte, und spendeten am Ende großen Applaus.

Die 39-Jährige machte deutlich, dass die Corona-Pandemie die sozialen Probleme in Deutschland verstärkt und erkennbar gemacht habe. Sie markiere aber auch einen wichtigen Punkt für Entscheidungen. „Wenn es gut geht, erweist sich die Pandemie als ein Weckruf für starke Sozialsysteme, wenn nicht, wird sie den Beginn einer beispiellosen Spaltung der Gesellschaft markieren“, heißt es in der Einleitung des Buches „Wir denken neu – Damit sich Deutschland nicht weiter spaltet“, das Verena Bentele zusammen mit Philipp Stielow, Pressesprecher des VdK Hessen-Thüringen, und Dr. Ines Verspohl, Leiterin der Abteilung Sozialpolitik beim VdK Deutschland, geschrieben hat.

Die drei Verfasser legen nicht nur den Finger in die Wunde, sie zeigen anhand fundierter Daten und des Vergleichs mit anderen Ländern realistische Lösungen für eine sozial gerechtere Gesellschaft auf. Dabei gehe es durchaus um eine Umverteilung, aber nicht um einen Kampf gegen Reichtum, sondern gegen Armut, sagte Bentele. „Denn in unserem Land ist so viel Geld, viel mehr als in anderen Ländern um uns herum. Es ist nur die Frage, wie es verteilt wird.“

„Alle Menschen sozialversichern“, fordern die Autoren, sowohl in der Kranken- als auch in der Rentenversicherung. „Frauen, die ihr Leben lang wenig verdient haben, Kinder erzogen und Ältere gepflegt haben, werden kaum von ihrer Rente leben können“, weiß Bentele aus vielen Gesprächen mit VdK-Mitgliedern. Mit einer Erwerbstätigenversicherung, in die alle einzahlen, würde die gesetzliche Rente deutlich verbessert.

Sie hofft, dass sie Politikerinnen und Politiker mit realen Schicksalen besser erreichen kann als mit nüchternen Zahlen. In der Pflege „brennt die Hütte“, sagte Bentele. „In zehn Jahren werden uns 400.000 Pflegekräfte fehlen.“ Und die Privatisierung im Gesundheitswesen bezeichnete sie als „totalen Irrsinn“ mit Fehlentwicklungen bis hin zu oftmals unnötigen, aber teuren Operationen.

Der VdK habe schon viele Erfolge erzielt, beispielsweise die seit 2019 gültigen Verbesserungen für Erwerbsminderungs- und Mütterrente, und vieles wolle sie mit dem Verband noch erreichen, betonte Bentele. Sie macht keinen Hehl daraus, dass im vergangenen Jahr durch die Pandemie die Zeit und die Notwendigkeit zum Schreiben eines Buches günstig waren. Aber gerade jetzt im Wahljahr soll es eine wichtige Rolle spielen. „Wir verschicken das Buch auch an Politiker, vielleicht liest es ja auch Herr Spahn“, sagte die Autorin.

Verena Bentele kam auch mit dem Publikum ins Gespräch und signierte gerne ihr Buch. VdK-Kreisgeschäftsführerin Andrea Stühler-Holzheimer, die die Lesung organisiert hatte, freute sich über einen gelungenen Abend in Haßfurt.

Sabine Weinbeer

Schlagworte Verena Bentele | Lesung | Wir denken neu | Buchvorstellung | Haßfurt

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