23. März 2021
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Wohnen ohne Hürden

VdK-Mitglied Markus Preckwinkel baut in Bogen ein Haus für Rollifahrer

Straubing-Bogens VdK-Berater für Barrierefreiheit hat eine Mission: Markus Preckwinkel setzt sich seit 2017 dafür ein, dass auf seinem Baugrund ein rollstuhlgerechtes Mehrfamilienhaus entsteht. Nun sind die Pläne für das Vorzeigeprojekt in trockenen Tüchern, und der Bauherr darf endlich seinen Traum vom Wohnen ohne Hürden verwirklichen. Durch sein Ehrenamt beim VdK wurde Inklusion für ihn zur Herzensangelegenheit.

Markus Preckwinkel setzt den Spaten an
Symbolischer Spatenstich: VdKler Markus Preckwinkel ist es zu verdanken, dass in Bogen ein Mehrfamilienhaus mit sieben rollstuhlgerechten Wohnungen für sozial benachteiligte Menschen entsteht. | © privat

Von einem Haus ist am Falkenring 26 in Bogen noch nichts zu sehen. Fußgänger blicken auf ein unbebautes Grundstück mit Gras, Gestrüpp und Erde. Dass diese Adresse schon jetzt als Vorbild in Sachen barrierefreies Wohnen in der Region gilt, ist Markus Preckwinkel zu verdanken. Der VdKler engagiert sich als Bauherr dafür, dass auf seinem Grund Wohnungen für Rollifahrer entstehen. Der Wohnraum ist außerdem Menschen vorbehalten, die auf Sozialleistungen angewiesen sind.

„Dass Barrierefreiheit und Inklusion für mich zur Herzensangelegenheit wurden, hängt mit dem VdK zusammen“, erzählt der 48-Jährige, der dem Sozialverband schon seit 25 Jahren als Mitglied verbunden ist. Sein erstes ehrenamtliches Engagement übernahm er im Mai 2014 als Vertreter der jüngeren Generation in seinem VdK-Ortsverband Ittling.

Selbst anpacken

Dann kam 2016 die bundesweite VdK-Kampagne „Weg mit den Barrieren!“, die gezeigt hat, dass Menschen mit Behinderung im Alltag auf ärgerliche Hindernisse stoßen. „Das hat mir die Augen geöffnet, dass man selbst anpacken muss, wenn man Barrierefreiheit voranbringen möchte“, betont der Niederbayer. Also meldete er sich für das Amt des VdK-Beraters für Barrierefreiheit im Kreisverband Straubing-Bogen. Wer Hürden abbauen möchte, braucht fundiertes Wissen. Was wird in den DIN-Normen für eine barrierefrei gebaute Umgebung empfohlen? Wie überprüft man, ob eine Rampe, ein Aufzug oder eine Toilette barrierefrei und rollstuhlgerecht sind? Und welche Bedürfnisse von gehbehinderten Menschen, Rollstuhlfahrern sowie Blinden und Sehbehinderten sind zu berücksichtigen?

All das lernte Markus Preckwinkel in der Ausbildung, die der VdK Bayern anbietet. Mit dem VdK-Wissen sowie Zollstock und Wasserwaage im Gepäck, ist der Ehrenamtliche seit 1. April 2017 im Kreisverband Straubing-Bogen unterwegs, um Hürden aufzuspüren und anschließend mit den Behörden in den Dialog zu treten. Sein größter Einsatz im ersten Jahr war die Begehung der Stadt Bogen im August 2017 mit einer zehnköpfigen Gruppe, darunter Ehren- und Hauptamtliche aller VdK-Verbandsstufen sowie Bogens Dritter Bürgermeister, Fritz Bittner. Die Teilnehmer besuchten in Begleitung von Pressevertretern das Rathaus, den Bahnhof, viel benutzte Straßen sowie Geschäfte, Banken und Ärzte. Das Ergebnis: „Zwar gibt es gute Ansätze, aber immer noch wird Barrierefreiheit von der öffentlichen Hand teilweise nur halbherzig umgesetzt“, kritisiert Preckwinkel.

Nachdem die Familie in Bogen Baugrund geerbt hatte, entschloss sich der damals 45-Jährige 2017 dazu, ein gemeinnütziges Projekt umzusetzen, das in Sachen barrierefreies Wohnen Maßstäbe setzt. Von der Idee bis zum Baubeginn war es ein langer Weg. „Ich musste Kompromisse eingehen“, resümiert der Niederbayer. Doch was zählt, ist, dass das Mehrfamilienhaus am Falkenring 26 seit März gebaut wird. „Die sieben rollstuhlgerechten Sozialwohnungen sind in anderthalb Jahren bezugsfertig“, freut sich der Bauherr. Besonders stolz ist er auf seine Idee eines Gemeinschaftsraums: „Das ist ein inklusiver Treffpunkt, wo sich die Mieter begegnen können“, erklärt Markus Preckwinkel.

Mehr Infos unter: https://immobilien-p.de

Elisabeth Antritter

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