23. März 2021
VdK-Zeitung Archiv

Zeitreise in die 50er- und 60er-Jahre

Deutsches Rundfunkarchiv und ARD-Sender zeigen gemeinsam ihre Schätze

Ob Bergsteiger-Reportagen, Heimatdokus oder Sportberichte – das Angebot BR Retro zeigt, was das weißblaue Herz in der Zeit der 1950er- und 1960er-Jahre begehrte. Die Zuschauerinnen und Zuschauer tauchen in die bayerische Gesellschaft ein und entdecken dabei jede Menge Filmperlen.

Bei BR Retro lässt sich gut stöbern und manches aus dem Fernsehen der 1950er- und 1960er-Jahre wieder- oder neu entdecken. Etwa die Quizsendung „Wir suchen die ideale Frau“ von 1957. Vier Kandidatinnen lösten Aufgaben, gestellt von einem Mann. Quizmaster war Fred Rauch. | © BR

Startschuss für das Angebot ARD Retro war am 27. Oktober 2019 anlässlich des Unesco-Welttags des audiovisuellen Erbes. Der Südwestrundfunk SWR hat zu dem Zeitpunkt als erster öffentlich-rechtlicher Sender Archivbeiträge der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dr. Rabea Limbach, Redakteurin Dokumentation beim SWR, und ihr Team haben mit ihrem Engagement andere öffentlich-rechtliche Fernsehanstalten der ARD mitgezogen, auch den Bayerischen Rundfunk. Der BR hat nach und nach einen großen kulturellen Schatz an Bildmaterial geborgen, der zum Stöbern einlädt.

Meister im Fingerhakeln

Unter den historischen Beiträgen von BR Retro und alpha Retro finden sich viele Schmankerl, darunter bayerische Brauchtümer. Die Rubrik „Bauernsport anno dazu mal – von Fingerhakeln, Schnupfen, Steinlupfen“ etwa bietet dem heutigen Publikum erheiternde bis skurrile Einblicke. Wer den Film über die Deutsche Meisterschaft im Fingerhakeln in Garmisch verfolgt, wird Zeuge eines Kraftaktes. Der Moderator beschreibt diesen Sport treffend: „G‘standene Mannsbilder“ treten hier an. Während des Wettkampfes sei man(n) erbittert gewesen, mit allen Finessen des Körpereinsatzes. „Zwoa Minuten hat so a Kampf dauern kenna, bis oana hoib dot vor Schmerzen nachgegeben hat“, so der Reporter.

Ebenfalls köstlich ist die Beschreibung des Schnupfens, ein damals bayerischer Traditionssport: „Glücklich, wer von Mutter Natur mit einer großen Nase ausstaffiert worden ist.“ Denn der hoffentlich unempfindliche „Nasen-Athlet“ musste so viel Schnupftabak wie möglich in einer Minute hineinziehen. Zum Nachahmen nicht geeignet. Dass die Fußballvereine, allen voran der FC Bayern und der 1. FC Nürnberg, schon damals eine große Rolle spielten, dürfte nicht verwundern. Wenn Journalisten exklusiv das Privathaus von Club Legende Max Morlock besuchen, haben auch seine Frau, Tochter Ursel sowie Rauhaardackel Hexi ihren Auftritt. Sehenswert.

Auch jüngere Zuschauerinnen werden fündig. Einmal die 50er-Jahre-Brille aufgesetzt, können so verschiedene Berichte wie „Bräuteschule in München“, „Aus dem Leben einer Dompteuse“ und „Sieben Frauen bauen eine Straße“ selbst für das emanzipierte Publikum unterhaltsam sein. Die Urbanität im Nachkriegsdeutschland wird ebenfalls beleuchtet. Der Beitrag von 1965 ist heute leider wieder aktuell: „Schattenseite des Wirtschaftswunders: Abgase zerstören die Wälder und Felder Bayerns“

In puncto Barrierefreiheit müssen sich Zuschauer noch gedulden: „Es handelt sich um historisches Filmmaterial. Barrierefreie Fassungen mit Untertitelung und Audiodeskription waren damals nicht vorgesehen. Die ARD ist bemüht, Retro-Videos schrittweise nachträglich barrierefrei zu gestalten“, so die ARD.

Mehr Filmperlen unter BR Retro:

https://www.ardmediathek.de/br/br-retro/

Elisabeth Antritter

Schlagworte BR Retro | Deutsches Rundfunkarchiv

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