24. Februar 2021
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Verstehen, was gesagt wird

Fernsehsender testen neues Angebot, bei der die Sprache betont wird

Zwei Drittel des TV-Publikums verstehen laut WDR-Studie häufig die Sprache im Fernsehen nur schlecht. Dies soll verbessert werden.

© Unsplash

Laute Geräusche, Musik im Hintergrund, und dann spricht noch ein Darsteller undeutlich oder im Dialekt: Selbst Menschen ohne Höreinschränkungen fällt es oft schwer, zu verstehen, was im Fernsehen gesagt wird. Viele haben ständig die Fernbedienung in der Hand, um den Ton auszusteuern, und manchmal muss man, sofern man nicht live schaut, zurückspulen, um alles zu verstehen.

Immer wieder beschweren sich Zuschauerinnen und Zuschauer direkt bei den Sendern. Gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) haben ARD-Sender wie der Bayerische Rundfunk (BR) und der Westdeutsche Rundfunk (WDR) ein Pilotprojekt gestartet. Einzelne TV-Produktionen werden dabei alternativ mit einem technisch aufbereiteten Audiosignal angeboten.

Beim WDR geschah dies beispielsweise bei einem Fernsehfilm und zwei „Tatort“-Folgen. Wer in der ARD-Mediathek in der Suche „Klare Sprache“ eingibt, findet ein paar der Sendungen noch und kann sie anschauen. Beim BR trägt das Projekt den Namen „Dialog+“. Mit Hilfe eines Smart-TV, der ans Internet angeschlossen ist und den neuen Standard HbbTV 2 unterstützt, können Zuschauerinnen und Zuschauer dies bei der Reihe „natur exclusiv“ ausprobieren. Wer sich die Sendung am Samstag um 16.15 Uhr im BR-Fernsehen anschaut, kann neben dem voreingestellten Originalton zwischen zwei zusätzlichen Tonfassungen (Dialog+1 und Dialog+2) auswählen, bei denen die Sprache jeweils unterschiedlich stark betont wird.

Auch andere ARD-Sender und das ZDF arbeiten an einer Möglichkeit, dauerhaft ein entsprechendes Angebot zu machen. Der NDR bietet eine weitere Tonspur zum Teil über DVB-T2 HD an. Die ARD-Anstalten tauschen sich in einer Arbeitsgruppe über die Erfahrungen aus. Ziel sei es, ein Verfahren zu finden, das sich in Bezug auf Verständlichkeit, Klangerlebnis oder auch Bedienbarkeit am besten umsetzen lässt, sagte ein BR-Sprecher. Wann so ein System Standard wird, ist noch offen. Und von den Privatsendern gibt es bisher leider noch keine entsprechenden Initiativen.

Sebastian Heise

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