27. Januar 2021
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Der Vorturner mit Wiener Schmäh

Live, lebensnah, lustig: Wie Triathlet Philipp Jelinek in ORF 2 ein ganzes Land für Bewegung zu Hause begeistert

Seit dem ersten Lockdown holt Fitnesscoach Philipp Jelinek in seiner Sendung „Fit mit Philipp“ die Zuschauerinnen und Zuschauer runter vom Sofa. Bereits nach ein paar Monaten hat die Live-Sendung, die im ORF 2 ausgestrahlt wird, einen Bewegungsboom in Österreich ausgelöst. Die Fitnessgemeinde wächst auch über die Landesgrenzen hinaus.

Philipp Jelinek macht Kniebeugen
Philipp Jelinek zeigt Übungen für jedes Alter. | © ORF/Hans Leitner

Die Übungen sprechen alle an: Jung und Alt, Einsteiger und Profis. Philipp Jelinek lässt den rechten Arm schwungvoll kreisen. Diese Übung führt der Fitnesscoach eine Weile aus, dann folgt der linke Arm. „Ist das nicht herrlich? Jetzt schmieren wir wieder unser Pfandl aus.“ Damit meint der Österreicher die Gelenkpfanne. „Schön das Schultergelenk in seiner vollen Bewegungsgröße ausreizen! Sehr fein“, spornt er sein Publikum an.

Mehr als jeder vierte Zuschauer in der Alpenrepublik schaltet um 9 Uhr die 20-minütige TV-Gymnastik ein. „Wir sind zur größten Bewegungsgruppe Österreichs gewachsen“, freut sich Philipp Jelinek. Der 52-Jährige spricht gar von einer „Bewegungsrevolution“, denn seine Landsleute seien eher „gemütlich“. Die Erfolgsgeschichte von „Fit mit Philipp“ begann während des ersten Lockdowns aufgrund der Corona-Pandemie. Der Österreichische Rundfunk (ORF) kündigte das neue Format dem Publikum so an: „Ab 30. März startet ‚Guten Morgen Österreich‘ einen neuen Bewegungsschwerpunkt: In der Rubrik ‚Fit mit Philipp‘ zeigt Triathlet Philipp Jelinek von Montag bis Freitag jeweils nach der ,Zeit im Bild‘ um 9 Uhr Bewegungstipps für zu Hause.“

Was macht die Beliebtheit der Sendung aus? Jelinek: „Ein wichtiger Faktor ist der Live-Charakter. Die Leute haben mit mir einen festen Termin und das Gefühl, ich stehe bei ihnen im Wohnzimmer.“ Den Triathleten begeistert, dass die Fitnessübungen die Generationen vereinen: „Der jüngste Teilnehmer ist 17 Monate, der älteste 105 Jahre alt. Von der Großmutter bis zum Enkerl – Jung und Alt turnen gemeinsam. Ganze Schulklassen trainieren mit mir.“

Während der Sendung lässt der Moderator Fotos und Videos von fleißigen Mitturnern einspielen oder liest aus Zuschriften vor. Darunter waren schon viele Briefe, die den Sportler berührt haben. Etwa jener von einem über 90-jährigen Ehepaar, das die Übungen auf der Couch liegend noch so gut es geht mitmacht. „Der Sohn schrieb, dass seine Eltern jetzt immer warme Hände haben, weil die Durchblutung besser ist“, erzählt der Fitnesscoach. Das Programm motiviert auch deshalb, weil Jelinek nicht perfekt ist. „Auch ich habe meine Hoppalas“, gesteht der Wiener.

Sturzprophylaxe

Es lohnt sich, regelmäßig aktiv dabei zu sein. So dienen die Bewegungen als Sturzprophylaxe, denn Koordination und Gleichgewicht werden trainiert. Jelinek zeigt „den Damen und Herren mit Gehhilfe“, wie sie die Bewegungen mit Rollator ausüben können. Ein Klassiker: Man steigt wie in Zeitlupe über eine imaginäre Hürde, tritt mit der Ferse zuerst auf, dann mit dem Fußballen und steigt wieder zurück. „Dabei wird ein neues Bewegungsmuster im Unterbewusstsein abgespeichert, das vor Stürzen bewahren kann“, erklärt der Triathlet. „Mittlerweile bieten wir 80 Übungen“, betont Philipp Jelinek.

Er stellt das Programm gemeinsam mit dem Sporttherapeuten Thomas Schmal zusammen, der jahrelang das österreichische Fußball-Nationalteam betreut hat. Für viele Österreicher ist „Fit mit Philipp“ zu einem treuen Begleiter im Alltag geworden. Nun hat der „Vorturner der Nation“ seine eigene Sendung bekommen, gleicher Sendeplatz, montags bis freitags nach der „Zeit im Bild“ (ZIB) um 9 Uhr. Zur Premiere am 11. Jänner, wie man den ersten Monat des Jahres in Österreich nennt, hatten 171.000 Zuschauerinnen und Zuschauer eingeschaltet.

Jenseits der Landesgrenzen wird ebenfalls eifrig mitgeturnt: in Deutschland, Ungarn, der Schweiz, der Slowakei, in Italien, Südtirol, Norwegen oder Schweden. „Sogar der österreichische Konsul auf den Bahamas hält sich fit“, berichtet Jelinek. Wer sein „Gelenkpfandl ausschmieren“ oder etwas für seine „Schenkerl“ und sein „Popscherl“ (zu Deutsch: Gesäß) tun möchte: „Fit mit Philipp“ ist in Deutschland übers Internet abrufbar: www.tvthek.orf.at

Elisabeth Antritter

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