29. Juni 2020
VdK-Zeitung Archiv

Vier neue Naturwälder in Bayern

Die Wald-Juwelen werden für Bürger behutsam erlebbar gemacht

Die Bayerische Staatsregierung weist vier neue Naturwälder mit einer Gesamtgröße von rund 5000 Hektar aus: drei ökologisch besonders wertvolle Buchen-Mischwälder im Steigerwald, auf der Fränkischen Platte bei Würzburg und der Frankenalb bei Kelheim sowie weite Teile der Isar-Auwälder zwischen München und Landshut. Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber stellt diese Waldgebiete künftig dauerhaft unter Schutz.

Das Ministerium teilte mit, dass die Wälder ab sofort nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt werden. Kaniber: „Wir geben diese besonderen, urtümlichen Wälder ganz der Natur zurück.“ Damit stehen nun, zusammen mit dem bereits letztes Jahr angekündigten Donau-Auwald bei Neuburg, fünf ökologisch sehr wertvolle Naturwälder fest. Die Umweltorganisation Greenpeace und der Bund Naturschutz haben sie bereits 2016 in ihrer Studie „Mehr Naturwälder für Bayern“ als Anwärter für neue Schutzgebiete aufgeführt.

Die neuen Naturwälder sind Teil eines bayernweiten Netzwerks, das die Ministerin in den bayerischen Staatswäldern einrichten will. Das Betreten der Wälder bleibt weiter erlaubt. Kaniber ermuntert sogar dazu, künftig geplante Bildungsangebote intensiv zu nutzen: „Wir wollen die wilde Waldnatur, die fantastische Artenvielfalt und das ständige Werden und Vergehen für alle Bürgerinnen und Bürger erlebbar machen.“ Zu Aufenthalten in der Natur wird also richtiggehend aufgerufen. Urlaub in Bayern wird durch die neuen Naturwälder noch attraktiver.

Der große ökologische Wert und die einzigartige biologische Vielfalt in den künftigen Naturwäldern sind der Ministerin zufolge ganz maßgeblich auch der vorausschauenden und schonenden Waldbewirtschaftung durch die Bayerischen Staatsforsten zu verdanken. Als Naturwälder geeignet sind staatliche Wälder, die sich in einem weitgehend naturnahen Zustand befinden. Die Waldentwicklung läuft hier ungestört ab.

400 Jahre alte Bäume

Diese Wälder entwickeln sich langsam in ihren ursprünglichen Zustand zurück und werden in der Fachsprache sekundäre Urwälder genannt. Im Lauf der Zeit entstehen „Ur“-Wälder mit starken Bäumen und viel Totholz. Solche Naturwälder sind Wald-Juwelen, oft nur eine Radtour von der Haustür entfernt. Ein eindrucksvolles Beispiel ist an den Hängen des großen Knetzberges im Naturwald „Knetzberge-Böhlgrund“ in Unterfranken zu entdecken.

Charakteristische Merkmale von Urwäldern sind standorttypische Baumartenmischungen, Unterschiede in Alter und Höhe der Bäume, die zum Teil weit über 400 Jahre alt sind, schattige, besonnte, feuchte und trockene Bereiche und eine hohe Artenvielfalt. Weitere Informationen gibt es beim Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten unter https://www.stmelf.bayern.de/wald/naturwaelder oder bei den Bayerischen Staatsforsten unter https://www.baysf.de/de/wald-schuetzen/bayerns-wilde-waelder.html

Petra J. Huschke

Schlagworte Naturwälder

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