24. März 2020
VdK-Zeitung Archiv

„Smart Home“ muss für alle bezahlbar sein

VdK-Präsidentin Verena Bentele spricht auf der Messe Inviva über den Nutzen moderner Technik

Fünf Tage präsentierte sich der Sozialverband VdK auf der Messe Inviva im Messezentrum Nürnberg. Höhepunkt am zweiten Messetag, der unter dem Motto „Smart Home“ stand, war ein Podiumsgespräch mit VdK-Präsidentin Verena Bentele zu diesem Thema.

Die Inviva, die zeitgleich zur Freizeit-Messe stattfindet, hat vor allem ältere Besucher im Blick. Schwerpunkt des Angebots sind die Themen Gesundheit, Prävention, Recht, Barrierefreiheit sowie selbstbestimmtes Leben im Alter. An drei von fünf Messetagen hatten VdK-Mitglieder gegen Vorlage
ihres Mitgliedsausweises freien Eintritt.

Erstmals hatten der Landesverband VdK Bayern und der VdK-Kreisverband Nürnberg einen gemeinsamen Stand im Eingangsbereich der Halle 12. Dort kamen ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch und stellten die Arbeit des Sozialverbands VdK vor. Intelligente Haustechnik kann älteren Menschen das Leben erleichtern und ihnen sogar ermöglichen, dass sie trotz Einschränkungen in den eigenen vier Wänden bleiben können. So lassen sich beispielsweise Rollläden und Einbruchsschutz elektronisch steuern, ebenso Licht, Heizung und der Hausnotruf.

Doch die moderne Technik ist nicht nur ein Segen, sondern bringt auch Probleme mit sich. „Wie nützlich intelligente Gebäudetechnik für Senioren heute ist“ lautete der Titel des Podiumsgesprächs mit VdK-Präsidentin Verena Bentele, das rund 100 Besucher verfolgten – weit mehr, als Stühle zur Verfügung standen. Die Moderatoren waren Carmen Dittrich von der Bayerischen Architektenkammer und Michael Nordschild vom Magazin „sechs+sechzig“.

Selbstständiges Leben

Bentele erzählte, dass auch sie moderne Technik nutzt. Beispielsweise ein Farberkennungsgerät, das ihr hilft, die passende Kleidung zusammenzustellen, oder ein Navigationsgerät, um sich zurechtzufinden. „Ich bin froh, dass es diese Technik gibt, weil sie mir Selbstständigkeit ermöglicht“, bekannte sie. Allerdings frage sie sich auch, was mit ihren Daten passiere, und wie man diese schützen könne. Gerade ältere Menschen, die oft nicht so vertraut mit dem Computer sind, hätten damit große Schwierigkeiten.

Viele Anwendungen, sogenannte Apps, gibt es mittlerweile im Gesundheitsbereich, beispielsweise um den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren. Einige werden von den Kranken- und Pflegekassen finanziert. Bentele forderte, die Kassen sollten hierbei vor allem ältere Menschen im Blick haben und deren Schulungen übernehmen. Auch der Gesetzgeber stehe in der Pflicht, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen, beispielsweise durch einen strengeren Datenschutz.

An Günther Ohland von der Smart Home Initiative Deutschland appellierte Bentele, die Industrie solle die Bedürfnisse Älterer mehr in den Blick nehmen. Moderne Geräte sollten leicht bedienbar und vor allem erschwinglich sein. Zudem bräuchten Mieter mehr Unterstützung. „Es darf nicht von finanziellen Mitteln abhängig sein, ob jemand in einem ,Smart Home‘ leben kann“, so Bentele. Notwendig sei auch eine bessere Information: „Ältere Menschen wissen oft gar nicht, wie sie ihr Leben erleichtern könnten.“ Annette Liebmann

Schlagworte Inviva 2020 | Smart Home

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