28. Februar 2020
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„Genie auf Rädern“

Vor 40 Jahren gewann VdK-Mitglied Walter Röhrl die Rallye Monte Carlo

Walter Röhrl ist einer der bekanntesten deutschen Rennfahrer. Niki Lauda nannte ihn einst „Genie auf Rädern“. 1980, vor genau 40 Jahren, gewann er zum ersten Mal die Rallye Monte Carlo und wurde Weltmeister. Für die VdK-Zeitung erinnert sich Röhrl, der VdK-Mitglied ist, an seinen Erfolg.

© imago images/Sven Simon

Im Gegensatz zur Formel 1 drehen Rallyefahrer keine Runden auf einer angelegten Strecke, sondern sind bis zu mehreren Tagen auf normalen Straßen, Wald- und Feldwegen unterwegs. Ihre Autos sind auch für den Straßenverkehr zugelassen. Weltmeister wird, wer die verschiedenen Wertungsprüfungen besteht und in der Saison die meisten Punkte eingefahren hat.

Noch heute gilt Walter Röhrl bei Motorsport-Experten als einer der besten Rallyefahrer aller Zeiten. 1974 gewann er die Europameisterschaft, 1980 und 1982 die Weltmeisterschaft. Daneben war er auch in Rundstreckenrennen erfolgreich und hätte ebenso gut eine Formel-1- Karriere einschlagen können.

In Monte Carlo siegen

„Ich habe nie davon geträumt, Weltmeister zu werden“, bekennt er. „Mein Lebensziel war es immer, einmal die Rallye Monte Carlo zu gewinnen. Das ist die schwierigste aller Rennstrecken, weil sie verschiedene Untergründe hat: Asphalt, Schnee, Eis und Matsch. Man muss präzise fahren, rechts ist der Fels und links der Abgrund.“ Nicht nur ein-, sondern viermal war Röhrl Erster in Monte Carlo – und das mit vier verschiedenen Fahrzeugen. Das ist seither keinem mehr gelungen.

„Damit wollte ich beweisen, dass der Fahrer wichtiger ist als das Auto“, sagt er. Dabei hatte der 1947 geborene Regensburger eigentlich gar nicht vor, Rennfahrer zu werden. Mit 16 trat er in die Dienste des Bischöflichen Ordinariats Regensburg und wurde dort Chauffeur. Zum Rennsport kam er eher durch Zufall. Ein Freund überredete ihn zu einer Rallye, und zur großen Überraschung fuhr Röhrl gleich ganz vorne mit. Obwohl er wegen seiner Stelle als Chauffeur kaum trainieren konnte, arbeitete er nebenbei als Werksfahrer für Alfa Romeo, Porsche und Ford und bestritt mehrere Rallyes.

1972 führte er lange Zeit die Olympia-Rallye an, bis ihm ein Motorschaden den Sieg vereitelte. 1974 wechselte Röhrl zu Opel und wurde Europameister. Ein Jahr später gewann er in Griechenland seinen ersten WM-Lauf. Er wechselte erneut und wurde 1980 mit dem Fiat 131 Abarth Weltmeister. 1982 kehrte Röhrl zu Opel zurück und gewann ein weiteres Mal die Weltmeisterschaft, mit Audi zwei Jahre später noch einmal Monte Carlo. 1992 beendete er seine aktive Laufbahn. Danach war er als Testfahrer und in der Entwicklung tätig.

Von Ruhestand keine Spur: Röhrl ist Repräsentant des Autoherstellers Porsche und viel unterwegs. Sein Terminkalender ist bereits bis Oktober ausgebucht. Gerade kommt er aus Monte Carlo zurück. Dort hat er zusammen mit seinem Beifahrer Christian Geistdörfer zum 40. Jahrestag seines ersten Siegs an einer Oldtimer-Rallye teilgenommen. „Es war ein tolles Erlebnis“, schwärmt er.

In vier Tagen und Nächten sind die beiden 2700 Kilometer gefahren, und am Streckenrand jubelten die Fans. Fast wie damals, nur mit einem Unterschied: „Ich habe die Landschaft genossen und nicht auf meine Platzierung geachtet.“ Röhrl und Geistdörfer sind dennoch 49. geworden, von insgesamt 320 Teams aus ganz Europa.

2012 ist Walter Röhrl in den Sozialverband VdK eingetreten – als 80.000. Mitglied des VdK-Bezirks Niederbayern und als 8000. Mitglied des Kreisverbands Straubing-Bogen. Zu den Veranstaltungen seines Ortsverbands schafft er es nur selten, aber die Mitgliedschaft ist ihm wichtig. „Der VdK leistet wertvolle Arbeit, die ich gerne unterstütze“, betont er.

Annette Liebmann

Schlagworte Walter Röhrl | Rallye Monte Carlo

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