20. Februar 2020
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Endspurt zur VdK-Demo

02.03.2020 - Aufgrund des sich in Bayern und ganz Deutschland weiter verbreitenden Corona-Virus hat sich der Sozialverband VdK Bayern dazu entschlossen, die für Samstag, 28. März 2020, in München geplante Großdemonstration „Soziales Klima retten!“ abzusagen. „Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen. Doch an erster Stelle stehen die Gesundheit und der Schutz aller Demonstrationsteilnehmer, unter denen viele Ältere sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen sind. Wir wollen niemanden gefährden“, erklärt VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher. Lesen Sie hier unsere aktuelle Pressemeldung:


Am letzten Samstag im März wird es in der Münchner Innenstadt richtig voll. Der Sozialverband VdK Bayern ruft zur Großdemonstration auf. Es soll „die größte Rentendemonstration aller Zeiten“ werden, sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele. Dabei sind alle Generationen gefragt. „Wir wünschen uns die Beteiligung von Jung und Alt, denn eine gerechte Rente und ein gerechter Sozialstaat ist ein Thema für alle“, so Bentele weiter.

Der Demonstrationszug startet um 12 Uhr auf der Theresienwiese. Von dort geht es etwa drei Kilometer durch Münchens Straßen bis zum Odeonsplatz. Vor der Feldherrnhalle findet dann um 14 Uhr die große Schlusskundgebung statt. Hauptrednerin ist VdK-Präsidentin Verena Bentele, die sich schon sehr auf den 28. März freut: „Der VdK ist eine große soziale Macht. Wir können wirklich etwas bewegen. Das stellen wir an diesem Tag gemeinsam unter Beweis!“

Die Nachfrage aus ganz Deutschland ist groß. In Bayern gibt es einen besonderen Service für alle, die zur VdK-Demo kommen wollen. Von allen VdK-Kreisgeschäftsstellen werden Busfahrten organisiert. Wer bequem und kostenlos mit dem Bus zur Theresienwiese anreisen möchte, kann sich gerne bei seinem VdK vor Ort anmelden. Oder Sie unternehmen auf eigene Faust eine Reise nach München.

Soziales Klima retten!

Zugegeben: Beim Motto seiner Demonstration hat sich der Sozialverband VdK von der aktuellen Klimabewegung inspirieren lassen. „Fridays for Future“ hat der Umweltpolitik richtig Beine gemacht. „Bei uns wird das Klima noch größer gedacht. Deshalb laufen wir unter dem Motto ‚Soziales Klima retten!‘“, erklärt die VdK-Präsidentin. Die VdK-Großdemonstration ist auch der Höhepunkt der aktuellen VdK-Kampagne #Rentefüralle.

Hier die VdK-Forderungen zur Demo im Überblick:


Altersarmut bekämpfen!
Die Grundrente ist auf dem Weg, jetzt müssen weitere Maßnahmen gegen Altersarmut getroffen werden. Der VdK fordert: Anhebung des Rentenniveaus auf über 50 Prozent, Anhebung des Mindestlohns auf 12,80 Euro, vollständige Angleichung der Mütterrente und Einführung eines Freibetrags in der Grundsicherung für die gesetzliche Rente von 212 Euro.

Eine Rentenkasse für alle!
Wenn alle in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, bedeutet das mehr Gerechtigkeit in der Gesellschaft und höhere Renten bei stabilem Beitragssatz. Der VdK fordert: die Umstellung des Rentensystems nach österreichischem Vorbild, also eine gemeinsame Rentenkasse für Angestellte, Selbstständige und Beamte bis hin zu Politikern und Vorstandsvorsitzenden.

Schuften bis 70 und länger?
Nicht mit uns! Durch das Anheben der Regelaltersgrenze bleiben immer mehr Menschen auf der Strecke. Die Renten von vielen werden eiskalt gekürzt. Der VdK fordert: einen Stopp bei 67 Jahren und Maßnahmen, mit denen heute schon herrschende Härten abgefedert werden, wenn es jemand nicht schafft, so lange zu arbeiten.

Besteuert die Reichen und nicht die Rentner!
Schon bei vergleichsweise kleinen Renten greift das Finanzamt unerbittlich zu. Doch die wirklich Reichen werden in Deutschland geschont. Der VdK fordert: mehr steuerliche Umverteilung für mehr soziale Gerechtigkeit. Zum Beispiel durch die Wiedereinführung der Vermögensteuer, einen höheren Reichensteuersatz, eine Finanztransaktion- und Digitalsteuer und die Bekämpfung von Steuerflucht und Steuerhinterziehung.

Krankheit darf nicht arm machen!
Von 735 Euro kann niemand in Deutschland leben. So niedrig sind im Schnitt aber die Erwerbsminderungsrenten. Der VdK fordert: Wer krank ist, darf nicht zum Almosenempfänger werden. Die Renten abschläge müssen weg, und Verbesserungen müssen für alle Erwerbsminderungsrentner gelten, also auch für diejenigen, die bereits in Rente sind.

Vorsorge muss belohnt werden!
Wer privat oder betrieblich vorgesorgt hat, erlebt als Rentner mit der Erhebung von Kassenbeiträgen und Steuern oft sein blaues Wunder. Der VdK fordert: Die Doppelverbeitragungen müssen komplett wegfallen. Grundsätzlich müssen die Steuerfreibeträge für Arbeits- und Alterseinkommen deutlich nach oben gesetzt werden.

Leben heißt Wohnen!
Statt Obdach zählt in Deutschland die Rendite. Das ist sozialer Zündstoff. Wer seinen Lohn oder die Rente fast vollständig für Miete ausgeben muss, dem bleibt zu wenig fürs Leben übrig. Der VdK unterstützt deshalb die Forderungen des Bündnisses „Ausspekuliert“, das gemeinsam mit uns am 28. März auf die Straße geht, für bezahlbaren Wohnraum in Deutschland.

Weg mit den Barrieren!
Inklusion ist ein Menschenrecht. Behinderung, Pflegebedürftigkeit oder Krankheit dürfen nicht von Teilhabe ausschließen. Der VdK fordert: ein barrierefreies Deutschland im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention.

Wir freuen uns auf Sie!

bsc

Schlagworte VdK-Demo | VdK-Demonstration 2020

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