23. Januar 2020
VdK-Zeitung Archiv

Bitte keine Werbung einwerfen!

Tipps zur Vermeidung unerwünschter Reklame – Aufkleber am Briefkasten müssen beachtet werden

Viele Menschen haben an ihrem Briefkasten ein kleines Schild oder einen Aufkleber gegen unerwünschte Werbung angebracht. Ist das ausreichend, um die Flut an Prospekten, Flyern und Broschüren einzudämmen? Was kann man tun und welche Rechte hat man, wenn trotzdem regelmäßig Werbesendungen im Briefkasten liegen?

Ist am Briefkasten ein Schild oder ein Aufkleber mit dem Text „Bitte keine Werbung einwerfen“ angebracht, dürfen dort keine Werbematerialien hineingeworfen werden. Bereits 1988 hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass ungewollte Werbung eine Verletzung der Persönlichkeits- und Eigentumsrechte, eine Besitzstörung sowie einen Wettbewerbsverstoß darstellt und werbende Unternehmen somit derartige Aufkleber beachten müssen.

Firma anschreiben

Tun sie dies nicht, landet also Werbung trotz des angebrachten Hinweises im Briefkasten, können Betroffene die Firma dazu auffordern, künftig bei ihnen auf den Einwurf von Werbesendungen zu verzichten, oder das Unternehmen direkt auf Unterlassung verklagen. Wer sich auch an den Wochen- und Anzeigenblättern stört, die meist in regelmäßigen Abständen im Briefkasten zu finden sind, streng genommen aber nicht als
Werbesendungen gelten, sollte einen Aufkleber mit einem entsprechenden Zusatz verwenden, wie zum Beispiel: „Bitte keine Werbung und keine kostenlosen Zeitungen einwerfen.“

Mit den beiden genannten Formulierungen lässt sich allerdings nur nicht- oder teiladressierte Werbung unterbinden – wie Briefe, die zum Beispiel „an die Bewohner des Hauses in der Musterstraße 22“ gerichtet sind. Werbesendungen, die sowohl über den Empfänger-Namen als auch dessen korrekte Adresse verfügen, müssen hingegen von der Post zugestellt werden. Aber auch gegen adressierte Werbung kann man sich wehren, indem man sich beispielsweise in die sogenannte Robinsonliste (www.robinsonliste.de) einträgt. Nicht alle, aber viele Unternehmen gleichen ihre Versandadressen mit der Robinsonliste ab und senden keine Werbepost an die darin eingetragenen Haushalte.

Ansonsten haben Verbraucher noch die Möglichkeit, das Werbung verschickende Unternehmen schriftlich aufzufordern, ihnen keine Werbebriefe mehr zuzusenden, und gegebenenfalls – wenn also weiterhin unerwünschte Werbung des Unternehmens im Briefkasten landet – rechtliche Schritte einzuleiten. Dies ist jedoch nicht immer erfolgreich, da viele Absender ihren Firmensitz im Ausland haben. Um ungewollter Werbung im Briefkasten vorzubeugen, ist es ratsam, stets vorsichtig mit seinen eigenen Daten umzugehen, diese also nur sparsam und wohlüberlegt herauszugeben, und im Zweifelsfall vorsorglich der Nutzung und Übermittlung zu Werbezwecken oder für die Marktforschung zu widersprechen.

Mirko Besch

Schlagworte Werbung

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