24. September 2019
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Ausdruck von Lebensfreude

Lachen ist gesund: US-amerikanischer Werbegrafiker erfand den Smiley und rief 1999 den „World Smile Day“ ins Leben

Lachen und Lächeln tun gut: Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen eine positive Wirkung auf Körper und Seele. Es gibt sogar einen Tag des Lächelns, der jedes Jahr am ersten Freitag im Oktober gefeiert wird, dieses Jahr am 4. Oktober. Die Idee zu diesem Tag hatte der Werbegrafiker Harvey Ball aus Worcester, Massachusetts. Er erfand 1963 den „Smiley“. Der weltweit erste Tag des Lächelns fand 1999 statt.

Lachen – diese Medizin ist kostenlos und frei von Nebenwirkungen. Je länger und je öfter man lacht, umso besser. Dabei wird deutlich tiefer geatmet als sonst. Das wirkt sich im ganzen Körper aus. Die Körperzellen werden mit mehr Sauerstoff versorgt, Muskeln entspannt, Herz und Kreislauf angeregt. Sogar das Immunsystem wird durch Lachen gestärkt. Und das Gehirn bremst beim Lachen die Produktion von Stresshormonen wie Adrenalin und Kortison. Besser noch: Es wird verstärkt Serotonin ausgeschüttet, das als Glückshormon bezeichnet wird. Lachen ist ein Gesundbrunnen.

Fröhliches Gesicht


Und nun zurück zum Erfinder des Smileys, Harvey Ball. Der US-amerikanische Werbegrafiker wollte mit einem lachenden Ansteckbutton 1963 das Betriebsklima einer Versicherungsfirma heben. Er zeichnete einen Kreis, malte ihn gelb aus, setzte zwei Punkte hinein, darunter einen Halbkreis – und der Smiley, ein fröhliches gelbes Gesicht, war geboren. Wenige Monate später war es weltweit bekannt. Ball erhielt für den Entwurf 45 US-Dollar. Er wurde allerdings nicht reich mit seiner Erfindung, weil er den Smiley nicht patentieren ließ.

Stattdessen meldete der französische Journalist Franklin Loufrani 1996 in Frankreich ein Geschmacksmuster auf das stilisierte Lächeln an und machte damit Millionen. Sein Entwurf unterscheidet sich hauptsächlich in den geänderten Proportionen vom Original. Harvey Ball, der eigentliche Erfinder, rief 1999, wenige Jahre vor seinem Tod, den „World Smile Day“, den „Tag des Lächelns“, ins Leben. Ball gründete die „World Smile Foundation“ und kämpfte um die Anerkennung als wahrer Vater des Smileys. Die Organisation verkauft lizenzierte Smiley-Produkte und stiftet das Geld an wohltätige Organisationen.

Heutzutage befassen sich längst Mediziner und Therapeuten mit den gesundheitlichen Vorteilen des Lachens. Es gibt sogar Lachyoga – eine ganzheitliche Methode, die mit einfachsten Mitteln natürliche Kräfte mobilisiert. „Körperliche und seelische Gesundheit wird genauso gefördert wie mentale Energien. Durch das Lachen finden wir leichteren Zugang zu Kreativität, Intuition und unbewussten Potenzialen. Humor, Kontaktfreude und gegenseitige Akzeptanz werden entwickelt und verstärkt“, heißt es auf der Webseite des Europäischen Berufsverbands für Lachyoga und Humortraining unter www.lachverband.org. Der Berufsverband bietet eine Ausbildung zum Lachtrainer an.

„Oma lacht wieder“

Cornelia Leisch aus München ist Vorsitzende des Verbands und ausgebildete Lachyoga- und Humor-Trainerin. „Es ist wissenschaftlich fundiert, was wir da machen“, sagt Leisch. Aus ihrer Erfahrung weiß sie: „Die Leute vereinsamen, schotten sich ab. Keiner nimmt mehr Blickkontakt auf.“ Und sogar die Menschen, die zu ihr kämen, hätten Angst, dass das Lachen künstlich sein könnte. „Es ist nicht so einfach mit der guten Laune in der Öffentlichkeit“, weiß Leisch.

Dabei tue es doch jedem gut, in freundliche Gesichter zu blicken. Als Beispiel nennt sie ihr in München gegründetes Pilotprojekt „Oma lacht wieder“. In einem Drei-Minuten-Video bekommt man unter www.oma-lacht-wieder.de eine Vorstellung davon, wie Lachtraining ausschauen kann. Das Ziel: Gesundheit und Lebensfreude für Senioren. Lachtrainerin Leisch: „Lachen ist Ausdruck unserer Vitalität.“

Petra J. Huschke

Schlagworte Lachen | Lachyoga | Smiley | World Smile Day | Tag des Lächelns

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