20. Februar 2019
VdK-Zeitung Archiv

Entlastung durch mehr humane Technik

Projekt „Care Regio“ soll Schwaben als Leitregion in der Pflege etablieren

Das Netzwerk „Pflege Digital – Care Regio“ soll in Bayern künftig für mehr humane Technik in der Pflege sorgen. Das Projekt ist Teil des von der Staatsregierung ins Leben gerufenen Masterplans zur Digitalisierung.


Das an Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Augsburg, Kempten und Neu-Ulm sowie an der Universität Augsburg und am Universitätsklinikum Augsburg beheimatete Netzwerk will die Digitalisierung der Pflege vorantreiben und Schwaben als bundesweite Leitregion im Bereich der Pflege etablieren. Dazu werden Konzepte und technische Assistenzsysteme entwickelt, mit denen Pflegekräfte und pflegebedürftige Menschen in Zukunft entlastet werden können.

Erste Ergebnisse der Arbeiten von Studenten der Hochschule Kempten werden bereits in einer Lehr- und Forschungswohnung getestet: beispielsweise ein mit Sensoren bestückter Fußboden, der Hilfe anfordert, wenn jemand stürzt, eine Küche mit unterfahrbaren, höhenverstellbaren und selbstöffnenden Schrankelementen oder ein Bad mit DuschWC, das zugleich Puls und Blutzucker messen kann. Die wissenschaftliche Leitung dieses Kemptener Forschungsprojekts teilen sich Dr.-Ing. Petra Friedrich, Professorin für Ambient Assisted Living an der Fakultät Elektrotechnik, sowie Dr. Johannes Zacher, Professor für Versorgung im Alter an der Fakultät Soziales und Gesundheit.

„Ein Ziel der Wohnung ist es, unsere Studierenden beider Fachbereiche mit den wesentlichen Aspekten der Technik vertraut zu machen und an der Entwicklung neuer Anwendungen zu arbeiten“, so Professorin Friedrich. „Darüber hinaus dient die Forschungswohnung auch als Plattform für den Austausch und die Vernetzung mit allen relevanten Akteuren aus den Bereichen Gesundheit und Pflege, Soziales, Technik und Handwerk“, ergänzt Professor Zacher. Letztlich soll dies alles dazu beitragen, dass Pflegebedürftige länger in ihrer Wohnung bleiben und dort selbstbestimmt leben können, und dass Pflegende durch die technisch gestützte Entlastung mehr Zeit für die menschliche Zuwendung zur Verfügung haben.

Mirko Besch

Schlagworte Pflege | humane Technik | Digitalisierung

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