20. Februar 2019
VdK-Zeitung Archiv

Auftakt für das neue Jahr

Festredner Heribert Prantl erinnert an die soziale Verantwortung

Anregende Gespräche, inspirierende Reden und die passende Umrahmung mit Musik in schönem Ambiente: Besser konnte das VdK-Jahr gar nicht starten.

Von links: Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter, VdK-Landesgeschäftsführer Michael Pausder, VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher, VdK-Präsidentin Verena Bentele und Festredner Heribert Prantl. | © Thomas Plettenberg

Die Monacensia in München-Bogenhausen beherbergt das literarische Erbe der Landeshauptstadt. Sie bot den besonderen Rahmen für den VdK-Neujahrsempfang. Der Hausherr, Oberbürgermeister Dieter Reiter, hielt ein leidenschaftliches Plädoyer für eine solidarische Stadtgesellschaft: „München muss sich daran messen lassen, dass Rentnerinnen und Rentner hier auch künftig leben können.“ Er wolle nicht zuschauen, wie die Mieten explodieren und immer mehr Menschen abgehängt werden. Der VdK sei „ein guter Verbündeter“, auf den er im Kampf gegen die Entsolidarisierung setze.

VdK-Präsidentin Verena Bentele nahm in ihrem Grußwort den Faden auf: Offenheit, Toleranz und Solidarität gehörten zum Grundverständnis des VdK. „Es geht nicht darum, Privilegien, sondern Werte zu verteidigen“, betonte sie. Mutig wie Ulrike Mascher müsse man dafür sein, sagte sie an die VdK-Landesvorsitzende gewandt. Diese konnte vor einigen Wochen ihren 80. Geburtstag feiern. Passend zu ihrem Geburtsdatum sei sie im chinesischen Horoskop deshalb ein „Tiger“, dem die Farbe Blau – wie dem VdK – zugeordnet wird, fügte Bentele hinzu.

Heribert Prantl, Autor und Mitglied der Chefredaktion der „Süddeutschen Zeitung“, nahm in seiner Festrede ebenfalls Bezug auf die besonderen Eigenschaften von Ulrike Mascher. Er verglich ihre Hartnäckigkeit mit der von Elisabeth Selbert, die dafür sorgte, dass im Deutschen Grundgesetz von Anfang an der wichtige Satz steht: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ Selbert habe für die gerechte Sache „nerven“ können, ganz so wie Ulrike Mascher.

Die VdK-Landesvorsitzende habe dafür gekämpft, „dass in der Wendezeit der Wiedervereinigung der Sozialstaat nicht unter die Räder geriet“, vor allem als Bundestagsabgeordnete und Sozialstaatssekretärin. „Sie nimmt Ungerechtigkeit persönlich, sie ist ein Gerechtigkeitsfreak“, sagte er anerkennend. Nicht viele Menschen hätten so einen „klaren sozialen Kompass“ wie sie. Als Beispiel nannte er ihren Einsatz für eine bessere Pflege. „Ungewöhnlich, aber notwendig“ sei die vom VdK unterstützte Pflegeverfassungsbeschwerde gewesen, denn diese war „eine Art Notwehr für alte und pflegebedürftige Menschen“.

Für Demenzpatienten forderte er mehr Würde und Respekt: „Das rückt die Gesellschaft gerade.“ Überhaupt müsse einiges im Land zurechtgerückt werden. So dürfe man sich manche Begriffe nicht wegnehmen lassen. „Heimat“ sei das, „was Halt gibt“. Auch in einem weiteren Sinn: „Wenn der Sozialstaat funktioniert, ist er Heimat für die Menschen.“

Ulrike Mascher freute sich über den gelungenen Abend. Unter den vielen Gästen begrüßte sie unter anderem die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Katharina Schulze, den Behindertenbeauftragten der bayerischen Staatsregierung, Holger Kiesel, den Präsidenten des Landessozialgerichts, Günther Kolbe, den ZBFS-Präsidenten Norbert Kollmer, das Mitglied der Geschäftsführung der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd, Gerhard Witthöft, sowie den Vorsitzenden des VdK-Bundesausschusses, Friedrich Stubbe. Die bekannte Jazzsängerin Jenny Evans mit Pianist Charly Thomass sorgten für eine gepflegte musikalische Umrahmung.

Dr. Bettina Schubarth

Schlagworte VdK-Neujahrsempfang

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