20. Februar 2019
VdK-Zeitung Archiv

In Gemeinschaft ist man weniger allein

Es gibt eine Menge neuer Wohnformen für Senioren – Viele VdK-Landes- und Kreisverbände beraten zum „Wohnen im Alter“

Alt zu werden, bedeutet nicht zwangsläufig, ins Pflegeheim ziehen zu müssen. Es gibt eine Vielzahl an neuen Wohnformen, bei denen das Leben in der Gemeinschaft im Mittelpunkt steht. VdK-TV berichtet im Beitrag vom 25. März über Genossenschaftswohnungen, Mehrgenerationenhäuser und Senioren-WGs.

© S. Hofschläger/pixelio.de

In Deutschland gibt es mehr als zwei Millionen Wohnungen, die von Genossenschaften verwaltet werden. Deren Mitglieder genießen lebenslanges Wohnrecht – und das zu vergleichsweise günstigen Mieten. Manche Genossenschaften halten für ältere Bewohner spezielle Angebote bereit. So zum Beispiel die „Freie Scholle“ in Bielefeld. Das Wohnungsunternehmen betreibt seit mehr als 30 Jahren eine eigene Seniorenberatung und -betreuung. Dazu gehören Wohnberatung und bei Bedarf Anpassungsmaßnahmen, um Barrieren zu beseitigen.

Ein Nachbarschaftshilfe-Verein unterstützt die älteren Bewohner bei der Bewältigung ihres Alltags, beispielsweise beim Einkaufen, und unterhält Gemeinschaftseinrichtungen, in denen die Mitglieder gemeinsam aktiv werden können. Darüber hinaus bemüht sich die „Freie Scholle“, in jeder ihrer Siedlungen auch barrierefreie Wohnungen anzubieten, die für betreutes Wohnen geeignet sind. Mitglieder, die aufgrund einer Erkrankung dauerhaft eingeschränkt sind, müssen so nicht das vertraute Umfeld verlassen und können in
eine Wohnung umziehen, die ihren Bedürfnissen entspricht.

Genossenschaftswohnungen sind sehr begehrt und für Menschen geeignet, die langfristig planen. Um Mitglied zu werden, ist es notwendig, mindestens einen Anteil zu erwerben. Je nach Wohnungsbestand liegen die Kosten für einen Anteil zwischen 200 und 1000 Euro. Bevor man eine Wohnung bezieht, müssen meist weitere Anteile gezeichnet werden.

Alle unter einem Dach

Deutschlandweit nehmen mehr als 500 Häuser und Wohnanlagen am „Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus“ teil. Deren Bewohner leben wie in einer Großfamilie unter einem Dach. Zwar hat jeder seine eigene Wohnung, doch im Mittelpunkt steht die Nachbarschaftshilfe: Jeder hilft jedem – sei es beim Einkaufen, beim Putzen oder bei der Kinderbetreuung. Mehrgenerationenhäuser haben einen offenen Treffpunkt, wo die Bewohner miteinander ins Gespräch kommen und Kontakte knüpfen können. Oft gibt es dort auch Lern- und Freizeitangebote wie Kreativ- oder Sprachkurse, Hausaufgabenbetreuung und vieles mehr. Ohne Engagement geht’s nicht: Die vielen Freiwilligen sind der Garant für ein gelingendes Zusammenleben und die Attraktivität der Mehrgenerationenhäuser. Auch viele Wohnungsgenossenschaften bieten Projekte für das Zusammenleben von Generationen an.

Im Alter in die WG

Wohngemeinschaften sind nicht nur etwas für Studenten. Immer mehr ältere Menschen entscheiden sich dafür, mit anderen Rentnern ein Haus oder eine große Wohnung zu beziehen und den Haushalt miteinander zu teilen. WG-Bewohner sind weniger allein und können sich gegenseitig unterstützen. Wer seine Ruhe haben will, zieht sich einfach in sein Zimmer zurück. Auch Pflegebedürftigkeit lässt sich besser organisieren, wenn mehrere Betroffene unter einem Dach leben.

Senioren-Wohngemeinschaften werden von vielen Trägern sozialer Einrichtungen angeboten. Die Wohnform eignet sich gut für Demenzkranke, weil diese oft körperlich noch sehr fit sind, aber dennoch eine aufwendige Rund-um-die-Uhr-Betreuung benötigen. Mittlerweile besteht auch die Möglichkeit, dass selbst gegründete Wohngruppen mit Pflegebedürftigen von der Pflegeversicherung besonders gefördert werden. Vorausgesetzt wird, dass mindestens drei pflegebedürftige Personen zusammen wohnen und die pflegerische Versorgung gemeinschaftlich organisieren.

Viele Landes- und Kreisverbände des Sozialverbands VdK bieten Wohnberatung für Senioren an. Fragen Sie nach!



Das könnte Sie auch interessieren:

Wenn man älter wird, rücken oft neue Themen ins Blickfeld. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des VdK Ressorts „Leben im Alter“ informieren beispielsweise über Vorsorgevollmachten, Patientenverfügungen, alternative Wohnformen und barrierefreies Umbauen. Auch einfachere Alltagshilfen und Hilfsmittel können älteren Menschen den Alltag erleichtern und die Lebensqualität erhöhen. | weiter

Annette Liebmann

Schlagworte Wohnberatung | Wohnformen | altersgerechtes Wohnen | Senioren-Wohngemeinschaften | Genossenschaftswohnungen | Mehrgenerationenhäuser

Mediadaten

Hier finden Sie die aktuellen Preise (bayernweit) für gewerbliche Anzeigen für die VdK-Zeitung als Download:

Impressum

Hier finden Sie das Impressum der VdK-Zeitung:

Archiv


Hier finden Sie Artikel aus älteren Ausgaben der VdK-Zeitung:


Weitere Artikel aus der VdK-Zeitung finden Sie auf den Seiten des VdK Deutschland: VdK-Zeitung

Presse
Symbolfoto: Unterlagen, eine davon mit dem Vermerk "Wichtig"
Bleiben Sie stets auf dem Laufenden: Unsere Abteilung "Presse, PR, neue Medien" versorgt Journalistinnen und Journalisten mit aktuellen Pressemeldungen und Statements des Sozialverbands VdK Bayern.
VdK-Zeitung
Titelbild der VdK-Zeitung
Mit einer Druckauflage von 600.000 Exemplaren zählt die VdK-Zeitung zu den auflagenstärksten Printmedien in ganz Bayern. Alle VdK-Mitglieder bekommen sie zehnmal pro Jahr kostenlos per Post zugestellt.
VdK-TV
Symbolfoto: Eine Kamera filmt Ulrike Mascher, Ehrenpräsidentin des VdK Deutschland.
Die Videoprogramme des Sozialverbands VdK bieten spannende Interviews, aktuelle Reportagen und anschauliche Berichte. Sie sind über das Video-Portal VdK-TV jederzeit im Internet abrufbar.
Presse
Symbolfoto: Ein Briefumschlag mit einem großen @-Zeichen darin.
Wir bieten Ihnen zwei Newsletter an, die Sie kostenfrei abonnieren können: unseren Presse-Newsletter mit den aktuellen Pressemitteilungen des VdK Bayern und den monatlichen Newsletter.
Tipps und Termine
Symbolfoto: Ausgeschnittene Papiermännchen bilden einen Kreis
In unserer Rubrik "Tipps und Termine" stellen wir Ihnen aktuelle Neuigkeiten aus dem Verbandsleben, Aktionen, Veranstaltungen, Pressemitteilungen sowie Links zu interessanten Beiträgen vor.