24. Januar 2019
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Gesundheitstipps aus dem Internet

Experte erklärt, wie man ein gutes Online-Portal erkennt

Wer mehr über Beschwerden oder eine Erkrankung erfahren möchte, nutzt heutzutage das Internet. Dort gibt es eine Vielzahl an Gesundheitsportalen. Doch welche sind seriös – und wie erkenne ich sie? Peter Grieble von der Verbraucherzentrale Baden­-Württemberg weiß Rat.

© Pexels/Pixabay

Im Prinzip kann jeder ein Gesundheitsportal ins Internet stellen. Nicht wenige Anbieter verfolgen eigene Interessen. Pharmafirmen beispielsweise wollen den Verkauf ihrer Medikamente fördern, Therapeuten eine Therapie anbieten. Deshalb ist es wichtig, gute Informationsquellen von weniger guten zu unterscheiden.

Allgemein gilt: Seriöse Gesundheitsportale bieten umfassende Informationen rund um das Thema und präsentieren die Beiträge ansprechend und nutzerfreundlich. Die Artikel sind interessant geschrieben und auch für Laien verständlich. Viel Wert legt Grieble auf die Vollständigkeit der Informationen. Dazu gehört beispielsweise, mehrere Therapien aufzuzeigen und deren Vorteile und Risiken abzuwägen. „Das Thema Gesundheit ist zu bedeutsam, als dass man hier etwas weglassen darf“, betont er.

Der Experte hält Internetportale für eine gute Quelle, um sich zu informieren. Mehr jedoch nicht: „Webseiten können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen“, sagt er. Auch Selbsttests seien fragwürdig, da der Laie nicht erkennen könne, wie fundiert diese sind. Einzige Ausnahme: die Sprechstunde per Internet, bei der der Ratsuchende Kontakt mit einem Mediziner hat. „Wenn es sich um eine ernsthafte Erkrankung handelt, schickt er den Patienten zum Arzt vor Ort.“

Ratsuchende sollten darauf achten, wer das Gesundheitsportal betreibt. Das lässt sich im Impressum oder unter dem Menüpunkt „Wir über uns“ erfahren. „Vorsicht ist geboten, wenn statt eines Betreibers eine E­Mail­Adresse oder eine gebührenpflichtige Rufnummer genannt wird. Bei Inhalten, die beispielsweise von Pharmaunternehmen angeboten werden, sollte man sich immer bewusst sein, dass hier auch andere Interessen dahinter stecken können. Das kann zu Lasten der Sachlichkeit gehen.“

Ein seriöses Internetportal gibt Autoren und wissenschaftliche Quellen preis. Artikel, in denen eine Meinung geäußert wird, sind gekennzeichnet, Werbung ist vom redaktionellen Teil getrennt. Fast immer sind die Artikel mit einem Datum versehen. Wer sichergehen möchte, dass die Angaben aktuell und richtig sind, kann sie mit den Informationen auf einem zweiten Portal vergleichen. Einzelfallberichte hingegen sind keine guten Quellen.

Misstrauisch machen sollten auch Formulierungen wie „absolut nebenwirkungsfrei“, „hundertprozentige Wirkungsgarantie“, „nur kurze Zeit verfügbar“ oder „Allheilmittel“. Besonders kritisch sind Berichte, die Angst einflößen, beispielsweise weil angeblich nur die angebotene Therapie helfen kann.

Vorsicht mit Daten

Gesundheitsportale sind meist kostenlos. Kommt es doch zu einem Vertragsabschluss, sollten Ratsuchende vorsichtig mit ihren Daten umgehen und nur die preisgeben, die unbedingt erforderlich sind. Fazit: Online­Portale können gut geeignet sein, wenn sie Wissen auf Augenhöhe vermitteln. Auch ein Arzt profitiert von einem gut informierten Patienten. Grieble empfiehlt jedoch, bei Beschwerden in jedem Fall lieber einen Mediziner aufzusuchen.

Annette Liebmann

Schlagworte Gesundheitsportale | Gesundheitstipps

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