26. September 2018
VdK-Zeitung Archiv

20 Jahre Inklusionsfirma Dimetria

VdK-Präsidentin Verena Bentele gratuliert der erfolgreichen VdK-Tochter in Straubing

Der Sozialverband VdK Bayern fordert nicht nur Inklusion, er lebt sie auch: Bestes Beispiel dafür ist seine Tochter Dimetria in Straubing. Die Dienstleistungsfirma feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen.

Zu Besuch: VdK-Präsidentin Verena Bentele (sitzend, Vierte von links) traf Mitarbeiter der Dimetria und des BTZ Straubing, darunter (rechts neben ihr sitzend, links beginnend) Geschäftsführer Matthias Otto, Prokuristin Mechthild Wagner und Inklusionsbeauftragter Erwin Grill. | © Dimetria-VdK

Erwin Grill ist anzumerken, dass er mit Herzblut für die Dimetria arbeitet. Der 41-Jährige ist Inklusionsbeauftragter der VdK-Tochter in Straubing. Er ist damit Ansprechpartner für alle rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In diesem Jahr haben sie guten Grund zu feiern. Denn die Dimetria wird 20 Jahre alt, und Erwin Grill hat einen Großteil dieser Zeit als Mitarbeiter erlebt. Bereits 2002 kam der gelernte Bürokaufmann zum Inklusionsunternehmen.

Grill, der eine Behinderung am rechten Arm hat, fing als Assistent einer blinden Führungskraft an. Dadurch bekam er von Anfang an einen guten Einblick in das Unternehmen. Er hat verschiedene Stationen durchlaufen, war am Empfang, in der Buchhaltung und beim Einkaufsnetzwerk, wo er den VdK-Shop und den Handelsbereich mit aufbaute. Von 2008 bis 2016 war er Schwerbehindertenvertreter, und schließlich bat ihn die Geschäftsleitung, die Position als Inklusionsbeauftragter zu übernehmen.

Familiärer Zusammenhalt

Neben den guten Entwicklungsmöglichkeiten bei der Dimetria- VdK schätzt Grill vor allem auch das familiäre Klima. Entsprechend wurde das Firmenjubiläum mit einem großen Familienfest gefeiert, bei dem jeder seine Angehörigen mitbringen konnte. Es gab ein buntes Programm mit Akrobaten und gemeinsamem Grillen. An einem anderen Tag kam auch Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK und Mitglied des VdK-Landesvorstands, nach Straubing und gratulierte Geschäftsführer Matthias Otto, Prokuristin Mechthild Wagner und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Geburtstag.

Der VdK Bayern ist natürlich stolz auf die Entwicklung, die seine Tochter hinter sich hat: So stand auf dem Gelände, auf dem heute die Dimetria und ihre Schwesterfirma BTZ Straubing beheimatet sind, in den Nachkriegsjahren eine Suppenküche für Kriegsheimkehrer, die der VdK Straubing betreute. Anfang der 1950er-Jahre bot man an der Stelle Kriegsbeschädigten berufliche Neuorientierung.

Es gab Ausbildungsplätze in einer Schneiderei, Schuhmacherei und Weberei. Ab Mitte der 1980er-Jahre entwickelte sich daraus das Berufliche Trainingszentrum BTZ Straubing. Um Menschen, die beim BTZ zur beruflichen Rehabilitation waren, zusätzliche Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten, wurde 1995 zunächst ein Förderverein, an dem der VdK Bayern maßgeblich beteiligt war, und im November 1998 die Dimetria gegründet. Neben der Druckerei mit angeschlossenem Layout und Mailing wurden immer mehr Geschäftsbereiche aufgebaut. Heute gehören viele weitere Bereiche wie Gartengestaltung und Malerbetrieb dazu.

Außerdem bietet die Dimetria mehrere Zuverdienst-Projekte an, unter anderem mit einer eigenen Wäscherei und Heißmangel, einem Second-Hand-Shop, Produktionshelfern und einer Änderungsschneiderei. Schließlich gibt es noch die Abteilung für Büro- und Geschäftsausstattung sowie Werbemittel. Diese ist sowohl für die ehren- als auch für die hauptamtlichen VdK-Mitarbeiter eine wichtige Anlaufstelle: Dort bestellen sie Werbeartikel, Geschenkartikel und Textilien mit dem VdK-Logo sowie Infopakete für ihre Veranstaltungen. Auch die Druckerei und die Weiterverarbeitung sind zentrale Dienstleister sowohl für den VdK Bayern sowie für andere Landesverbände und den VdK-Bundesverband. Sie bestellen dort Infoblätter, Broschüren und Plakate.

Erfolgreich und sozial

Neben dem VdK hat die Dimetria viele andere Kunden. Denn wirtschaftlicher Erfolg ist „die Basis, um auch sozial erfolgreich zu sein“, sagt Geschäftsführer Matthias Otto. Schließlich müsse die Dimetria – wie andere Unternehmen auch – genügend Umsatz erwirtschaften, um die Arbeitsplätze zu finanzieren. Prokuristin Mechthild Wagner spricht daher von „großer Hochachtung“, die sie vor der Leistung des inklusiven Teams habe. Zum Erfolg der Dimetria trägt dabei sicher das familiäre Klima bei. Wagner betont daher, wie wichtig für sie „guter und respektvoller Umgang miteinander“ sei. Im September hatte die Dimetria noch einen Grund zum Feiern: Sie bekam für ihr soziales Engagement den „Unternehmenspreis 2018“ der Stadt Straubing verliehen.

Sebastian Heise

Schlagworte Inklusionsfirma | Dimetria | Menschen mit Behinderung

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